Krafttraining, Minuten

Krafttraining: 90–120 Minuten senken Sterberisiko um 27 Prozent

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 01:55 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Studie belegt: 90-120 Minuten Krafttraining pro Woche senken Sterberisiko um 27 Prozent. Auch sanfte Mobilisation und Reha-Sport im Fokus.

Krafttraining senkt Sterberisiko: Neue Studien belegen präventive Wirkung
Nahaufnahme der Hände eines Physiotherapeuten, der die Wirbelsäule eines Patienten sanft mobilisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die moderne Physiotherapie setzt zunehmend auf eine Kombination aus manuellen Techniken, gezieltem Krafttraining und spezialisierten Reha-Programmen. Der Trend geht weg von isolierten Behandlungen hin zu ganzheitlichen Konzepten.

Sanfte Mobilisation statt Einrenken

Die Mobilisation der Wirbelsäule ist ein zentraler Baustein gegen Gelenkblockaden und Verspannungen. Fachpraxen setzen dabei vermehrt auf sanfte Techniken als Alternative zum klassischen Einrenken. In spezialisierten Einrichtungen, etwa in Wildau, liegt der Fokus auf schmerzfreier Beweglichkeit – Termine sind oft innerhalb von 24 bis 48 Stunden verfügbar.

Ergänzt wird dies durch Ansätze aus Chirotherapie und Osteopathie, wie sie beispielsweise in Düsseldorf praktiziert werden. Ziel ist eine medikamentenfreie Behandlung ohne chirurgische Eingriffe. Experten warnen jedoch: Solche Mobilisationen ersetzen keine ärztliche Diagnostik, besonders bei Warnsignalen für schwerwiegende Ursachen.

Ein Fall aus einem vietnamesischen Krankenhaus zeigt den Erfolg multimodaler Therapie: Ein 49-jähriger Patient mit chronischen Nackenschmerzen und Taubheitsgefühlen erlebte durch eine Kombination aus Dehnungsübungen, Stoßwellentherapie, Laser und Ultraschall bereits nach wenigen Tagen deutliche Linderung.

Krafttraining senkt Sterberisiko um 27 Prozent

Die präventive Wirkung von Krafttraining ist wissenschaftlich gut belegt. Eine Studie im British Journal of Sports Medicine mit rund 147.000 Teilnehmern zeigt: 90 bis 120 Minuten Krafttraining pro Woche senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 19 Prozent. Bei neurologischen Erkrankungen reduziert sich das Sterberisiko sogar um 27 Prozent.

Die WHO empfiehlt 150 bis 300 Minuten moderate Aktivität pro Woche, ergänzt durch zwei Tage Krafttraining für alle großen Muskelgruppen. Neuere Auswertungen des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Deakin University deuten jedoch an, dass bereits weniger Zeit effektiv sein kann. Demnach könnten 40 bis 60 Minuten pro Woche, aufgeteilt auf zwei Einheiten, ausreichen.

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Möchten auch Sie Ihr Sterberisiko um 27 Prozent senken? Eine aktuelle Studie mit 147.000 Teilnehmern zeigt: Bereits 90 bis 120 Minuten Krafttraining pro Woche wirken präventiv gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neurologische Leiden. In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Sie mit einfachen Körpergewichtsübungen und öffentlichen Fitnessangeboten effizient trainieren. Jetzt kostenlosen Trainings-Leitfaden anfordern

„Exercise Snacks“ oder Supersätze steigern die Effizienz. Übungen mit dem eigenen Körpergewicht – Kniebeugen, Liegestütze – stehen im Fokus, was sich im Trend zum Calisthenics widerspiegelt.

Reha-Sport für die Psyche

Neben der körperlichen Rehabilitation rückt die psychische Gesundheit in den Fokus. Ab Mitte September 2026 plant der VSK Osterholz-Scharmbeck spezielle Reha-Sportgruppen für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Qualifizierte Übungsleiterinnen bieten das Training auf ärztliche Verordnung hin an – ohne Zuzahlung für die Patienten.

Auch in der onkologischen Nachsorge gibt es Fortschritte. Die Krebshilfe Burgenland stellt kostenfreie Wassergymnastik an mehreren Standorten zur Verfügung. Ab September 2026 kommt ein weiterer Ort hinzu: St. Margarethen. Die Programme zielen darauf ab, die körperliche Leistungsfähigkeit nach schweren Erkrankungen systematisch wieder aufzubauen.

Fitness im öffentlichen Raum

Bewegung findet zunehmend draußen statt. Seit Mitte Juli 2026 stehen in Koblenz neue Fitnessbänke zur kostenlosen Nutzung bereit. QR-Codes ermöglichen den Zugriff auf über 250 Übungsanleitungen. Finanziert werden solche Projekte durch Landesfördergelder.

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Sie haben wenig Zeit, wollen aber maximal von Krafttraining profitieren? Neue Auswertungen des Deutschen Krebsforschungszentrums zeigen: Schon 40 bis 60 Minuten pro Woche, aufgeteilt auf zwei Einheiten, können effektiv sein. Nutzen Sie „Exercise Snacks“ und Supersätze für mehr Effizienz. Holen Sie sich den praktischen Leitfaden mit Übungen und Tipps. Trainings-Leitfaden jetzt kostenlos sichern

Im Wettkampfsport zeigt sich die Bandbreite des Functional Fitness. Mitte Juli sicherten sich Athleten wie die 35-jährige Sarah Heil und der 10-jährige Tyler Thomas bei deutschen Meisterschaften in Fulda Podiumsplätze. Spitzenathleten absolvieren oft tägliche Einheiten mit Hunderten Wiederholungen.

Eine kuriose Randnotiz aus der Forschung: Laut einer Studie in Frontiers in Physiology könnte bereits das Riechen an dunkler Schokolade vor dem Training die Anzahl der Wiederholungen bei Kraftübungen steigern.

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