Krafttraining, Minuten

Krafttraining: 90–120 Minuten pro Woche senken Sterblichkeit um 13%

Veröffentlicht am: 08.08.2026 um 11:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Aktuelle Analysen zeigen: Regelmäßiges Krafttraining reduziert das Sterberisiko deutlich. Die Kombination mit Ausdauersport verstärkt den Effekt.

Krafttraining senkt Sterblichkeit: Neue Studien belegen präventive Effekte
Eine Person beim Krafttraining in einem modernen Fitnessstudio, symbolisch für gesundes Altern und Prävention. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Wissenschaftliche Untersuchungen liefern derzeit neue Belege für die präventive Wirkung von körperlichem Training auf die Lebensdauer. Insbesondere regelmäßiges Krafttraining steht im Fokus aktueller Analysen, die einen deutlichen Zusammenhang zwischen Muskelarbeit und einer Senkung des Sterberisikos aufzeigen. Zentrale Daten aus klinischen Studien, die im August 2026 veröffentlicht wurden, quantifizieren diesen Effekt nun präziser und geben Aufschluss über die optimale Trainingsdauer sowie biologische Wirkmechanismen.

Umfangreiche Langzeitstudie belegt präventives Potenzial

Eine im August 2026 im British Journal of Sports Medicine vorgestellte Untersuchung analysierte die Daten von insgesamt 147.374 Erwachsenen. Die Stichprobe setzte sich aus 31.540 Männern und 115.834 Frauen zusammen, die über einen Zeitraum von 30 Jahren beobachtet wurden. Die Ergebnisse assoziieren ein regelmäßiges Krafttraining von 90 bis 120 Minuten pro Woche mit einer um 13 Prozent reduzierten Gesamtmortalität.

Die differenzierte Betrachtung der Todesursachen verdeutlicht die spezifischen Vorteile für verschiedene Organsysteme. Laut der Studie verringerte sich das Risiko für kardiovaskuläre Sterblichkeit bei diesem Trainingspensum um 19 Prozent. Besonders markant fiel der Effekt im Bereich neurologischer Erkrankungen aus: Hier wurde eine Reduktion der Mortalität um 27 Prozent festgestellt. Ein wesentlicher Befund der Analyse ist zudem die Identifikation einer zeitlichen Obergrenze für den Zusatznutzen. Über eine Dauer von 120 Minuten pro Woche hinaus konnten die Forscher keine nennenswerten weiteren Vorteile für die Lebenserwartung beobachten.

Synergieeffekte durch Kombination mit aerobem Training

Neben dem reinen Krafttraining untersuchten Wissenschaftler auch das Zusammenspiel verschiedener Sportarten. Eine im British Journal of Sports Medicine veröffentlichte Auswertung deutet darauf hin, dass die Kombination von Krafttraining mit aerobem Ausdauertraining die Sterblichkeit noch deutlicher senken kann. Hierbei ist von einer Reduktion um bis zu 45 Prozent die Rede.

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Diese Erkenntnisse werden durch ältere Übersichtsarbeiten gestützt. Ein Review, das bereits im Jahr 2019 durchgeführt wurde, kam zu dem Schluss, dass die Verbindung von Kraft- und Aerobic-Übungen das Mortalitätsrisiko um bis zu 40 Prozent verringern könne. Die aktuellen Daten bestätigen und präzisieren diese Beobachtungen im Kontext der modernen Präventivmedizin.

Molekulare Mechanismen und zelluläre Reparatur

Ergänzende Forschungsergebnisse, unter anderem von der Universität Hildesheim in Kooperation mit den Universitäten Bonn und Freiburg, liefern Erklärungsansätze für die beobachteten Gesundheitseffekte auf zellulärer Ebene. Eine Anfang August 2026 publizierte Studie zeigt, dass Krafttraining ein spezielles Proteinnetzwerk im Körper aktiviert.

Dieses Netzwerk ist in der Lage, beschädigte Muskelbestandteile zu erkennen und deren Abbau einzuleiten. Dieser Prozess fördere sowohl das körpereigene Reparatursystem als auch die Neubildung von Zellstrukturen. Die Wissenschaftler betonen, dass diese Erkenntnisse nicht nur für den Profisport relevant seien, sondern insbesondere älteren Menschen dabei helfen könnten, ihre körperliche Integrität länger zu bewahren.

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Spezifische Vorteile für ältere Personengruppen

Weitere Untersuchungen legen einen besonderen Fokus auf die Auswirkungen bei Frauen im fortgescheltenen Alter. Eine Studie mit 5.472 Teilnehmerinnen, die im Durchschnitt über 65 Jahre alt waren, verknüpft eine höhere Muskelkraft mit einem um 12 Prozent niedrigeren Sterberisiko.

Parallel dazu veröffentlichte das Fachmagazin Medicine & Science in Sports & Exercise im August 2026 Daten, wonach Krafttraining das biologische Altern des Herzens bei älteren Frauen verlangsamen könne. Experten wiesen in diesem Zusammenhang auf die erheblichen kardiovaskulären Vorteile hin, die durch gezielte Belastungsreize erzielt werden können. Die Gesamtheit der vorliegenden Daten unterstreicht die Bedeutung von Krafttraining als eine der tragenden Säulen für die langfristige Gesundheitserhaltung und die Förderung der Langlebigkeit.

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