Krafttraining, Minuten

Krafttraining: 90–120 Minuten pro Woche senken Sterberisiko um 13%

03.06.2026 - 15:41:06 | boerse-global.de

Wöchentliches Krafttraining von 90 bis 120 Minuten reduziert das allgemeine Sterberisiko um 13 Prozent, zeigt eine 30-jährige Analyse.

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Die Analyse, veröffentlicht am 2. Juni im British Journal of Sports Medicine, wertete Daten von 147.374 Teilnehmern über 30 Jahre aus.

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Das optimale Zeitfenster: eineinhalb bis zwei Stunden Krafttraining pro Woche. In diesem Bereich sank das allgemeine Sterberisiko um 13 Prozent. Wer weniger oder mehr trainierte, profitierte weniger stark.

Herz und Gehirn profitieren am meisten

Besonders deutlich fielen die Effekte bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus. Hier reduzierte sich das Sterberisiko um 19 Prozent. Noch beeindruckender: Bei neurologischen Erkrankungen sank die Sterblichkeit um 27 Prozent.

Die Forscher identifizierten den Bereich zwischen 90 und 119 Minuten als optimales Maß. Mehr ist hier nicht besser – ab 120 Minuten flacht die Kurve ab. Ein klassischer Plateau-Effekt.

Kraft plus Ausdauer: Die Traumkombination

Einzeln betrachtet ist Krafttraining schon effektiv. In Kombination mit Ausdauersport wird es richtig spannend. Die höchste Risikoreduktion erzielten Probanden, die neben dem Krafttraining mindestens 45 MET-Stunden pro Woche aerob aktiv waren.

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Das Ergebnis: Ihr Sterberisiko sank um bis zu 58 Prozent. Britische Beobachtungsstudien untermauern diesen Trend. Demnach können auch sehr umfangreiche Bewegungseinheiten von über 500 Minuten pro Woche den Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen um mehr als 30 Prozent steigern.

Krebsrisiko: Weniger ist mehr

Überraschende Wendung bei Krebserkrankungen: Hier wirken kleinere Dosen besser. Bei nur 1 bis 29 Minuten Krafttraining pro Woche sank das Krebsrisiko um 21 Prozent. Bei 30 bis 59 Minuten waren es noch 18 Prozent.

Das optimale Zeitfenster von 90 bis 120 Minuten schnitt hier schlechter ab. Ein Hinweis darauf, dass unterschiedliche Trainingsreize verschiedene biologische Mechanismen ansprechen.

Was die Studie kann – und was nicht

Die Untersuchung basiert auf 30 Jahren Beobachtungszeit. Das verleiht den Ergebnissen hohe statistische Relevanz. Allerdings: Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie. Sie zeigt starke Korrelationen, aber keine direkten Kausalzusammenhänge.

Für die präventivmedizinische Beratung liefern die Daten trotzdem klare Anhaltspunkte. Die Botschaft: Regelmäßiges Krafttraining im moderaten Umfang ist eine der effektivsten Maßnahmen für ein langes Leben.

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