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Krafttraining: 90–119 Minuten pro Woche senken Sterberisiko um 13%

21.06.2026 - 03:22:29 | boerse-global.de

Eine Harvard-Studie belegt: 90-119 Minuten Krafttraining pro Woche senken das Sterberisiko um 13 Prozent. Kurze Workouts gewinnen an Bedeutung.

Harvard-Studie: Krafttraining senkt Sterberisiko deutlich
Krafttraining - Eine diverse Gruppe von Sportlern führt dynamische Ganzkörperübungen in einem modernen Fitnessstudio aus, mit Fokus auf Bewegung und Intensität. 21.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Moderne Trainingsprogramme setzen auf Effizienz und wissenschaftliche Fundierung. Aktuelle Studien zeigen: Schon kurze, hochintensive Einheiten können signifikante gesundheitliche Vorteile bringen.

90 bis 119 Minuten Krafttraining pro Woche senken Sterberisiko

Eine Langzeitstudie der Harvard-Universität liefert konkrete Zahlen. Veröffentlicht im British Journal of Sports Medicine (Juni 2026) untersuchten die Forscher 147.374 Probanden über bis zu 30 Jahre.

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Das Ergebnis: Wer wöchentlich zwischen 90 und 119 Minuten Krafttraining macht, senkt sein allgemeines Sterberisiko um 13 Prozent. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind es 19 Prozent, bei neurologischen Erkrankungen sogar 27 Prozent.

Interessant: Mehr als 120 Minuten Krafttraining pro Woche bringen keinen zusätzlichen Nutzen. Kombiniert mit moderater Ausdauerbelastung – 30 bis 44 MET-Stunden pro Woche – sinkt das Gesamtrisiko um 45 Prozent.

Elfmintütiges Ganzkörpertraining nach dem AMRAP-Prinzip

Zeitoptimierte Formate gewinnen parallel an Bedeutung. Fitnessexpertin Sanja Torwesten (SKILL Cologne) stellte Mitte Juni ein elfmintütiges Ganzkörpertraining vor.

Das Format nutzt das AMRAP-Prinzip (As Many Rounds As Possible). Innerhalb eines festen Zeitfensters absolvierst du so viele Runden wie möglich. Kein Equipment nötig.

Das Programm umfasst drei bis vier Runden mit jeweils vier Basisübungen: Kniebeugen (Squats), Ausfallschritte, Liegestütze und Schultertaps. Ziel ist die rasche Kreislaufaktivierung und Beanspruchung aller großen Muskelgruppen. Ideal für alle mit wenig Zeit oder für Pausen während langer Sitzphasen.

Training ab 60: Freie Gewichte schlagen Maschinen

Für ältere Zielgruppen stehen andere Schwerpunkte im Fokus. Personal Trainer Dominic Angelino verweist auf eine Meta-Analyse aus 2023 im Journal „Sports Science, Medicine and Rehabilitation“. Fazit: Freies Training ist mindestens ebenso effektiv für den Muskelaufbau wie Training an Geräten.

Vier Basisübungen fördern die funktionelle Kraft bei Personen ab 60 Jahren:

  • Rumänisches Kreuzheben: 3 Sätze à 8 bis 10 Wiederholungen
  • Kniebeugen: 4 Sätze à 12 bis 15 Wiederholungen
  • Seitliche Ausfallschritte: 4 Sätze à 8 bis 12 Wiederholungen pro Seite
  • Fußerhöhtes Wadenheben: 5 Sätze à 15 bis 20 Wiederholungen

Fachleute empfehlen zwei bis drei Einheiten pro Woche. Das schafft die optimale Balance zwischen Belastungsreiz und Regeneration.

Dreiminütige Trinkpausen: Wenn Unterbrechungen zum Geschäft werden

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Die Bedeutung kurzer Zeitfenster zeigt sich auch im Profisport. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wurden obligatorische Trinkpausen in der 22. Minute jeder Halbzeit eingeführt. Offiziell dienen sie der Regeneration der Athleten.

Doch Marktanalysten wie Michael Johnson von S&P Global betonen den kommerziellen Wert. Die Werbewerte in diesen kurzen Fenstern erreichen ein Niveau, das mit dem Super Bowl vergleichbar ist. Ein einzelner 30-sekündiger Werbeslot in der Gruppenphase kostet rund 750.000 Dollar.

Die Botschaft ist klar: Die Strukturierung von Zeit – ob für hochintensives Training oder zur Vermarktung – ist zu einem zentralen Element der Branche geworden.

de | wissenschaft | 69593677 |