Krafttraining: 40 Minuten pro Woche erfüllen WHO-Empfehlungen
Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 22:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das zeigt eine aktuelle Analyse des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), veröffentlicht in Frontiers in Public Health. Der Schlüssel liegt im Minimal-Dosis-Ansatz.
Weniger ist mehr: Der Minimal-Dosis-Ansatz
Ein einziger Satz pro Übung bei hoher Intensität bringt bereits nennenswerte Fortschritte. Wer noch effizienter trainieren will, setzt auf Supersätze: Dabei kombinierst du Übungen ohne Pause – das spart bis zu 37 Prozent Zeit.
Auch „Exercise Snacks" sind eine praktikable Option: kurze Bewegungseinheiten, über den Tag verteilt. Bisher trainieren allerdings nur 10 bis 30 Prozent der Erwachsenen ausreichend.
Ab 40 wird Krafttraining zur Medizin
Mit zunehmendem Alter gewinnt Krafttraining an medizinischer Relevanz. Der Körper baut bereits ab dem 40. Lebensjahr Muskel- und Knochenmasse ab. Frauen sind aufgrund hormoneller Umstellungen oft stärker betroffen.
Sabrina Vollrath, Oberärztin am Menopausenzentrum des Inselspitals Bern, empfiehlt ein- bis zweimal pro Woche Krafttraining für jeweils etwa 30 Minuten. Eine Einheit pro Woche dient dem Muskelerhalt, für den Aufbau von Muskelmasse (Hypertrophie) sind zwei Einheiten sinnvoll.
Rahel Heynen von der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen und der ETH Zürich betont die Wirksamkeit gegen Osteoporose. Training mit dem eigenen Körpergewicht kann bereits zelluläre Wirkung gegen Alterungsprozesse entfalten.
Fitnessbranche boomt – und Gerichte greifen ein
Schon 40 bis 60 Minuten Krafttraining pro Woche erfüllen die WHO-Empfehlungen – wenn Sie richtig trainieren. Mit dem Minimal-Dosis-Ansatz und Supersätzen sparen Sie Zeit und schützen ab 40 Ihre Muskeln und Knochen. Jetzt kostenlosen Trainings-Leitfaden anfordern
Die Fitnessbranche wächst kräftig. In Österreich stieg die Zahl der Mitglieder 2026 auf rund 1,35 Millionen – ein Plus von 5,8 Prozent. Der Branchenumsatz erreichte 697,9 Millionen Euro. Rund 15 Prozent der Bevölkerung sind in Studios aktiv.
Parallel dazu stärkt die Rechtsprechung die Verbraucherrechte. Der Bundesgerichtshof (Az. I ZR 200/25) untersagte der Kette Fitx, beim Kündigungsbutton vorrangig auf die Option des Pausierens hinzuweisen. Ein Kündigungsformular muss klar auf die Vertragsbeendigung ausgerichtet sein.
Auch Hausregeln rücken in den Fokus: Die Kette John Reed kündigte einer Influencerin fristlos, nachdem sie wiederholt in den Räumlichkeiten gefilmt hatte. Bei erneutem Zutritt droht eine Vertragsstrafe von 250.000 Euro.
Risiken exzessiven Trainings
Neben den Vorteilen warnen Experten vor der sogenannten Muskeldysmorphie. Diese Körperbildstörung betrifft vorwiegend Männer. Betroffene nehmen den eigenen Körper verzerrt wahr und haben einen zwanghaften Drang zum Muskelaufbau – oft begleitet von Steroidkonsum. Zur Behandlung empfehlen Fachleute kognitive Verhaltenstherapie (KVT).
Neue Leitlinien für Prävention und Behandlung
Ab 40 baut der Körper Muskel- und Knochenmasse ab – besonders bei Frauen. Mit nur zwei Einheiten pro Woche à 30 Minuten können Sie dem entgegenwirken. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Osteoporose vorbeugen und Ihre Fitness langfristig erhalten. Trainings-Guide gegen Muskelschwund sichern
Im Mai 2026 veröffentlichte die Schweiz neue Leitlinien zu Übergewicht und Adipositas. Sie definieren Adipositas als chronische Erkrankung und fordern einen interdisziplinären Behandlungsansatz mit Fokus auf Lebensqualität.
Die WHO aktualisierte zudem ihre Leitlinien zur Demenzprävention. Demnach sind bis zu 45 Prozent des Demenzrisikos durch körperliche Aktivität, geistige Anregung und soziale Kontakte vermeidbar. Von Nahrungsergänzungsmitteln zur Prävention rät die Organisation dagegen ab.
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