Krafttraining: 40–60 Minuten pro Woche senken Demenzrisiko um 45%
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 02:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Qualifikationsphase für den Mr. Olympia im September läuft auf Hochtouren. Bei den Los Angeles Championships am 18. Juli sicherte sich Eric Brown Jr. in der Kategorie Classic Physique den Sieg und damit das Ticket für Las Vegas. Einen Tag später vergab der Musclecontest Brazil weitere Startplätze in den Kategorien Wellness, Figure und Men's Physique.
Die Vorbereitung der Athleten wird dabei immer spezifischer. Coach Milos Sarcev erklärte im Fachgespräch, dass sein Schützling Hadi Choopan bewusst rund neun Kilogramm zusätzliche Masse aufbaut. Erst durch präzise Steuerung von Ernährung und Supplementierung entsteht dann die geforderte Härte und Definition.
Weniger ist mehr: Training unter einer Stunde
Ein klarer Trend zeichnet sich ab: Weg von stundenlangen Einheiten, hin zu maximaler Intensität. Die ehemalige Olympia-Teilnehmerin Dana Linn Bailey trainiert heute oft unter einer Stunde. Statt auf Höchstgewichte setzt sie auf strategische Erholungstage und priorisiert gezielt Muskelgruppen wie die Beine.
Das Prinzip dahinter nennt sich Body Recomposition – gleichzeitiger Fettabbau und Muskelaufbau. Voraussetzung sind progressives Krafttraining, ausreichend Protein sowie konsequente Regenerationsphasen. Profis nutzen dafür hochintensive Methoden, aber auch Alternativen wie Fasten, Meditation oder Yoga kommen zum Einsatz – besonders bei Verletzungen.
Krafttraining schützt das Gehirn
Die Wissenschaft liefert weitere Argumente für den Gang ins Fitnessstudio. Eine Studie der Universität Tel Aviv vom Juli 2026 zeigt: Krafttraining während einer Diät erhält nicht nur Muskeln, sondern reduziert auch den Taillenumfang und verbessert die Stoffwechselgesundheit.
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Noch beeindruckender sind die Ergebnisse einer Untersuchung an über 2.900 US-Veteranen. Demnach senkt ein wöchentliches Krafttraining von 40 bis 60 Minuten das Demenzrisiko um bis zu 45 Prozent. Die WHO stuft Bewegung deshalb als entscheidenden Faktor für die kognitive Gesundheit ein. Problem: Nur 23 Prozent der Erwachsenen erreichen derzeit das empfohlene Pensum.
Klassiker kehren zurück
Auch im Profisport besinnen sich Trainer auf alte Mittel. Der 1. FC Köln reaktivierte das Kopfball-Pendel, um Standardsituationen zu trainieren. Widerstandsbänder unterstützen Übungen wie Kniebeugen mit Schulterdrücken oder isolierte Bewegungen für Hüfte und Arme.
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Die Grundlagen des modernen Bodybuildings gehen auf Joe Weider zurück. Der 2013 verstorbene Pionier begründete nicht nur den Mr. Olympia, sondern schuf auch die mediale Infrastruktur für Fitnessthemen – und prägt die Trainingspraxis bis heute weltweit.
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