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Junge Menschen unter Druck: 39% der 18- bis 24-Jährigen psychisch belastet

03.06.2026 - 18:22:02 | boerse-global.de

Jeder vierte Schweizer leidet an psychischen Erkrankungen. Besonders betroffen sind junge Erwachsene, die zunehmend auf KI-Hilfe setzen.

Junge Menschen unter Druck: 39% der 18- bis 24-Jährigen psychisch belastet - Bild: über boerse-global.de
Junge Menschen unter Druck: 39% der 18- bis 24-Jährigen psychisch belastet - Bild: über boerse-global.de

Das zeigt der AXA Mind Health Report 2026, für den Anfang des Jahres Daten in 18 Ländern erhoben wurden. Depressionen (12 Prozent) und Angststörungen (9 Prozent) sind die häufigsten Diagnosen.

Besonders hart trifft es die Jungen: In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen kämpfen 39 Prozent mit psychischen Problemen.

Zukunftsängste und Finanzsorgen als Hauptbelastung

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Die Hauptstressoren sind klar identifiziert: Zukunftsängste plagen 43 Prozent der Befragten, finanzielle Sorgen 42 Prozent. Auch der Medienkonsum belastet. 35 Prozent fühlen sich durch negative Nachrichten gestresst, 28 Prozent durch soziale Medien.

Die tägliche Bildschirmzeit liegt in der Schweiz bei durchschnittlich 4,1 Stunden. Zwei Drittel der Befragten geben an, dass der hohe Konsum digitaler Inhalte ihr Wohlbefinden negativ beeinflusst.

KI als kostengünstige Alternative zur Therapie

Ein Trend zeichnet sich ab: Immer mehr Schweizer nutzen KI-Tools für psychische Belange. Laut Studie sind es 55 Prozent der Bevölkerung. Die Einsatzgebiete reichen von allgemeiner Informationssuche (37 Prozent) über Ratschläge für Dritte (36 Prozent) bis hin zu KI-gestützter Selbsthilfe (33 Prozent).

Warum verzichten viele auf professionelle Hilfe? Die Kosten spielen eine zentrale Rolle – 35 Prozent nennen sie als Hinderungsgrund. 45 Prozent sehen generell keine Notwendigkeit für eine klassische Therapie.

Spannend: Weltweit vertrauen 38 Prozent der Nutzer der KI mehr als menschlichen Fachkräften. Dabei ist fast die Hälfte der Anwender mit den generierten Antworten unzufrieden. In Deutschland zeigt eine EY-Untersuchung aus dem Frühjahr 2026 ein ähnliches Bild: Dort nutzte knapp ein Viertel der Befragten KI anstelle eines Arztbesuchs.

Avatare im Spitalalltag

Doch KI hält nicht nur im privaten Bereich Einzug. Das Kantonsspital Baden (KSB) setzt seit Juni 2026 auf KI-gestützte Avatar-Videos. Die Avatare erklären Behandlungen mit realistischer Mimik und Sprache. Das System übersetzt automatisch in Sprachen wie Ukrainisch, Türkisch, Russisch, Portugiesisch oder Italienisch.

Für die rund 400.000 ambulanten und stationären Patienten pro Jahr sollen so Sprachbarrieren fallen. International gibt es noch ambitioniertere Projekte: In Japan testen Forscher KI-Systeme zur Suizidprävention an Bahnhöfen. Die Technologie analysiert Verhaltensmuster über Sicherheitskameras in Echtzeit und alarmiert bei erhöhtem Risiko das Sicherheitspersonal.

Digitale Kluft: Jung gegen Alt

Anzeige: Die digitale Kluft bei KI-gestützter Hilfe ist groß: Während 75% der 15- bis 29-Jährigen KI nutzen, sind es bei den über 60-Jährigen nur 15%. Damit Ihr Kind nicht abgehängt wird, zeigt dieser Leitfaden, wie Sie die besten KI-Therapie-Assistenten finden und sicher einsetzen. KI-Therapie-Guide jetzt sichern

Der Zugang zu digitalen Lösungen ist in der Schweiz breit – aber die Kompetenzen klaffen auseinander. 99 Prozent der Haushalte hatten 2025 einen Internetzugang, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) im Juni 2026 berichtete. Doch bei der KI-Nutzung zeigen sich deutliche Unterschiede.

In der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen nutzen 75 Prozent KI-Technologien, bei den über 60-Jährigen sind es nur 15 Prozent. Männer verwenden generative KI mit 47 Prozent häufiger als Frauen (40 Prozent). Auch der Bildungsstand spielt eine Rolle: Über 50 Prozent der Personen mit Tertiärabschluss setzen KI ein, aber nur 17 Prozent ohne nachobligatorische Ausbildung.

Die digitale Schere bestimmt also maßgeblich, wer Zugang zu KI-gestützter mentaler Unterstützung hat.

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