iPhone wird Medizingerät: FDA genehmigt Atemfrequenz-Messung
24.06.2026 - 03:05:43 | boerse-global.de
Aktuelle Software-Zulassungen und Betriebssystem-Updates ebnen den Weg für klinisch nutzbare Diagnostik aus der Hosentasche.
Viele iPhone-Nutzer übersehen nach dem Update diese gefährliche Einstellung. Apple-Chefredakteur Detlef Meyer verrät, was die meisten Nutzer nicht wissen und wie Sie Ihr Gerät nach einer Aktualisierung optimal absichern. Welche iPhone-Einstellung Sie nach jedem Update sofort überprüfen sollten
FDA gibt grünes Licht für Atemfrequenz-Messung
Ein Meilenstein für die mobile Gesundheitstechnologie: Das Unternehmen PanopticAI erhielt am 22. Juni 2026 die Zulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA für seine Vitalfunktionen-Software. Die Anwendung nutzt die Kamera des Smartphones, um die Atemfrequenz zu messen – ein Schritt von der allgemeinen Fitnessverfolgung hin zum zertifizierten Medizinprodukt.
Die Software erfasst zwischen 6 und 34 Atemzüge pro Minute mit einer Genauigkeit von plus/minus drei Atemzügen. Grundlage ist eine klinische Studie mit 73 Erwachsenen im Alter von 18 bis 60 Jahren. Allerdings betont der Hersteller: Das Tool richtet sich an medizinisches Fachpersonal und ist nicht für die kontinuierliche Patientenüberwachung gedacht.
Umweltdaten auf Knopfdruck
Doch nicht nur biologische Daten lassen sich erfassen. Das iPhone kann bereits heute mit speziellen Apps als Umweltsensor dienen. Anwendungen wie Lux Light Meter Pro, myLightMeter Pro und Photone verwandeln das Gerät in ein professionelles Belichtungsmessgerät. Für die Geräuschüberwachung liefert die App Decibel präzise Lautstärkemessungen.
Ergänzt wird dies durch systemseitige Funktionen: In den iOS-Einstellungen lässt sich eine Funktion aktivieren, die die Lautstärke auf maximal 85 Dezibel begrenzt und so das Gehör schützt. Die Apple Watch dient mit der Noise-App als Echtzeit-Schallpegelmesser. Möglich machen dies die leistungsstarken Akkus der aktuellen Modelle – das iPhone 15 Pro Max etwa verfügt über einen 4.422 mAh starken Akku, der genügend Reserven für aufwendige Sensorprozesse bietet.
iOS 27: Visuelle Intelligenz und KI-Features
Die zweite Entwickler-Beta von iOS 27, die seit dem 22. Juni 2026 verfügbar ist, führt eine neue Funktion namens „Visual Intelligence" ein. Sie macht die Kamera zur Dateneingabe: Texte und Preise werden aus Fotos extrahiert – in weniger als drei Sekunden.
Weitere Neuerungen des Betriebssystems:
- Vorausschauende Routenplanung: Karten nutzen Umwelt- und Verhaltensdaten für Routenvorschläge
- KI-Akkuoptimierung: Maschinelles Lernen soll die Akkulaufzeit um 1,5 bis 2 Stunden verlängern
- Offline-Übersetzung: Der A17 Pro-Chip ermöglicht Live-Übersetzungen in Nachrichten und FaceTime ohne Internetverbindung
Angesichts immer komplexerer Funktionen wie Visual Intelligence und KI-Tools verlieren viele Nutzer den Überblick über die Apple-Terminologie. Dieses Gratis-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten iPhone-Begriffe in einfachen Worten – inklusive Aussprachehilfen. Apple-Fachchinesisch endlich verstehen
Die aktuelle Beta behebt zudem Verbindungsprobleme früherer Versionen und verfeinert den „Schreibe mit Siri"-Assistenten, der auf einem lokalen Modell mit 3 Milliarden Parametern basiert.
Dickere Kamera für das iPhone 18 Pro erwartet
Die wachsenden Sensor-Fähigkeiten dürften auch die Hardware künftiger Modelle prägen. Branchenberichte vom Juni 2026 deuten darauf hin, dass das für September erwartete iPhone 18 Pro ein um etwa 2 Millimeter dickeres Kameramodul erhalten könnte. Grund dafür sind eine variable Blende und ein mögliches 48-Megapixel-Upgrade – beides Voraussetzungen für noch präzisere Umgebungsdaten.
Während die KI-Funktionen von iOS 27 ein iPhone 15 Pro oder neuer erfordern, bleibt das Basis-Update mit Geräten ab dem iPhone 11 kompatibel. Nach der aktuellen Beta-Phase ist eine öffentliche Beta für Juli geplant, der finale Release soll im September 2026 erfolgen.
