Apple, KI-Anrufschutz

iOS 27: Apple sperrt KI-Anrufschutz auf iPhone 15 Pro

23.06.2026 - 07:16:28 | boerse-global.de

Die neue iOS 27 Beta führt eine KI-gestützte Anrufprüfung ein, die unbekannte Anrufer identifiziert und so vor Betrug schützen soll.

iOS 27 Beta: Apple bekämpft Spam-Anrufe mit KI-Funktionen
Apple - A hand holds an iPhone displaying an AI-powered call screening interface with text transcription, against a blurred digital background. 23.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Apple stattet das iPhone mit künstlicher Intelligenz aus, um die Flut unerwünschter Anrufe einzudämmen. Die zweite Entwickler-Beta von iOS 27, die am 22. Juni erschien, bringt eine Reihe neuer Funktionen für sicherere und intelligentere Kommunikation.

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KI-gestützte Anrufprüfung: Wer ruft da wirklich an?

Im Zentrum des Updates steht eine neue Funktion zur Anrufprüfung. Das iPhone fordert unbekannte Anrufer künftig auf, ihren Namen und den Grund des Anrufs zu nennen. Der Nutzer erhält eine Live-Transkription der Antwort und kann dann entscheiden, ob er abhebt oder zur Mailbox weiterleitet. Ergänzt wird das System durch eine „Stumm bei Unbekannt"-Option und ein verifiziertes Geschäftskunden-System für legitime Unternehmen.

Die Übersetzungsfunktion wurde ebenfalls aufgerüstet: Live-Offline-Übersetzungen funktionieren nun in der Telefon-App, FaceTime und Nachrichten mit weniger als einer Sekunde Verzögerung. Zudem unterstützt die Beta RCS-Reaktionen und Inline-Antworten. Die neue Funktion „Schreiben mit Siri" ersetzt die bisherigen Schreibwerkzeuge.

Allerdings haben diese KI-Funktionen ihren Preis: Apple setzt mindestens den A17-Pro-Chip voraus. Das schränkt die volle Nutzung auf das iPhone 15 Pro und neuere Modelle ein.

Sicherheitsalarm: Warum Sie Spam-Anrufe nicht annehmen sollten

Die neuen Schutzmechanismen kommen nicht von ungefähr. Bereits am 18. Juni warnten Sicherheitsexperten davor, dass bereits das Annehmen eines Spam-Anrufs das Risiko erhöht. Das bestätigt dem Anrufer, dass die Nummer aktiv ist – ein sogenannter „Proof of Life". Solche bestätigten Nummern werden oft an andere Betrüger weiterverkauft. Auch das Zurückschicken von „STOP" auf Spam-SMS kann denselben Effekt haben.

Am 22. Juni wurde zudem eine neue „High Alert"-Phishing-Kampagne bekannt. Betrüger verschicken gefälschte Sicherheitswarnungen per Nachricht und locken Nutzer auf schädliche Links oder zur Preisgabe von Zugangsdaten. Die Sicherheitsforscher betonen: Apple fordert niemals Passwörter oder Sicherheitscodes in unaufgeforderten Nachrichten an.

Ein besonders drastischer Fall zeigt die Gefahren: Ein älterer Mensch verlor durch betrügerische Textnachrichten über 4.500 Euro. Experten raten daher zu verschärften iPhone-Sicherheitseinstellungen, gesicherten Zahlungsmethoden und aktivierten Bankbenachrichtigungen.

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Datenkontrolle und Systemoptimierung

Neben den Sicherheitsfunktionen hat Apple auch die Transparenz bei der Datennutzung erhöht. Das Update iOS 26.4 führte einen eigenen Bereich „Datennutzung" in den Persönlichen-Hotspot-Einstellungen ein. Nutzer können dort den Verbrauch einzelner verbundener Geräte überwachen – kategorisiert nach iPhone, iPad, Mac oder „Andere Geräte".

Für alle, die ihr Gerät optimieren wollen, gibt es mehrere Stellschrauben:

  • Speicher freigeben: Ein erzwungener Neustart kann zwischen 2 und 3 Gigabyte temporären Speicher freigeben. Auch das Löschen von App-Caches – etwa bei Spotify – und die Funktion „Nicht genutzte Apps auslagern" helfen.
  • Akku-Laufzeit: Tests mit iOS 27 auf einem iPhone 16 Pro zeigen eine Verbesserung von 1,5 bis 2 Stunden gegenüber iOS 26. Die neue Software erreicht über acht Stunden Laufzeit.
  • Mobile Daten sparen: Wer Datenvolumen schonen will, sollte Hintergrundaktualisierungen deaktivieren und einzelnen Apps den mobilen Datenzugriff in den Systemeinstellungen entziehen.

Die öffentliche Beta von iOS 27 wird voraussichtlich im Juli 2026 erscheinen, der finale stabile Release ist für September geplant. Neben den Sicherheitsfunktionen bringt das Update auch ein verfeinertes „Liquid Glass"-Design und verbesserte Datenschutzkontrollen – etwa automatische Passwort-Updates nach erkannten Datenlecks.

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