iOS 27: Apple erlaubt digitale Pässe ohne Drittanbieter-Apps
24.06.2026 - 15:37:58 | boerse-global.de
Mit iOS 27 erfindet Apple seine Wallet-App neu. Nutzer können künftig eigene digitale Pässe erstellen – und das ganz ohne Drittanbieter.
Die zweite Beta von iOS 27, die Apple am 23. Juni veröffentlicht hat, bringt eine grundlegende Neuerung: Das neue „Create a Pass“-Tool erlaubt es, physische Karten und Barcodes manuell in digitale Formate zu überführen. Das Ziel ist klar – Apple will die Abhängigkeit von Drittanbieter-Apps reduzieren und die Wallet zur universalen Drehscheibe für alle Arten von Ausweisen machen.
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So funktioniert der neue Pass-Generator
Die Bedienung ist denkbar einfach: Nutzer scannen mit der Kamera einen QR-Code oder eine physische Karte mit Barcode. Die Visual Intelligence des iPhones erfasst die Informationen und wandelt sie automatisch in einen digitalen Pass um. Drei Vorlagen stehen zur Wahl: Standard, Mitgliedschaft und Veranstaltung.
Die Anpassungsmöglichkeiten sind beachtlich. Zwölf Farben und sieben Designs stehen bereit, dazu kommen eigene Bilder, Textfelder und spezifische Texturen. Besitzer eines iPhone 15 Pro oder neuer profitieren von der voll integrierten Visual Intelligence – aber auch manuelle Eingaben sind für ältere Modelle möglich.
Mehr Barcode-Typen für mehr Kompatibilität
Ein entscheidender Schritt zur Universalität: Die Wallet unterstützt jetzt vier zusätzliche Barcode-Formate – EAN-13, Code 39, Codabar und ITF. Damit lassen sich auch ältere Kassensysteme und Einzelhandelslösungen anbinden, die bislang auf proprietäre Apps angewiesen waren. Für viele Nutzer dürfte das bedeuten: Schluss mit der App-Flut für jede einzelne Kundenkarte.
Finanzübersicht jetzt auch in den USA
Parallel zum Pass-Update bringt die Beta die Insights-Funktion in die Vereinigten Staaten. Was zuvor nur britischen Nutzern in der ersten Beta zur Verfügung stand, aggregiert nun auch für US-Kunden Zahlungsdaten und liefert Finanzübersichten direkt in der Wallet.
Über ein Menü-Symbol abrufbar, zeigt Insights Ausgabentrends, wiederkehrende Transaktionen und aktuelle Kontostände in Echtzeit. Die schrittweise regionale Einführung deutet auf komplexe Bankenpartnerschaften und unterschiedliche Finanzdatenregulierungen hin. Branchenbeobachter betonen, dass Apple für die Privatsphäre auf On-Device-Verarbeitung setzt – die Daten verlassen also nie das Gerät.
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KI-gestützte Rechnungsteilung und Reise-Features
Die Wallet-Überholung bringt weitere praktische Neuerungen. Eine KI-gestützte Rechnungsteilung ist zunächst für Apple-Cash-Nutzer in den USA verfügbar: Einfach den Kassenbon scannen, und die App verteilt die Kosten automatisch. Hotelschlüssel in der Wallet zeigen künftig spezifische Reisedetails an, und die Bestellverfolgung wurde auf Händler in Australien und Kanada ausgeweitet.
Neu ist auch ein Poster-Generic-Stil für Pässe sowie eine Tap-to-Share-Funktion. Für Entwickler hat Apple eine Pass-Designer-App für den Mac veröffentlicht, die die Erstellung hochwertiger digitaler Pässe mit Aktionen und Ausstellerzertifikaten erleichtert.
Zeitplan und Verfügbarkeit
Die aktuelle iOS-27-Beta richtet sich an Entwickler. Eine öffentliche Beta wird für Juli erwartet, die finale Version soll im September an die Nutzer ausgerollt werden. Ein Wermutstropfen für europäische Nutzer: Mehrere KI-Funktionen bleiben in dieser Betaphase für die EU noch deaktiviert.
