iOS 27: Apple bringt KI-Browser mit speziellen Hardware-Anforderungen
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 11:47 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der iPhone-Konzern bringt künstliche Intelligenz in den Browser – und verlangt dafür teils spezielle Hardware.
Apple treibt die Integration von KI in sein Betriebssystem voran. Die dritte Entwickler-Beta von iOS 27, die Anfang dieser Woche erschienen ist, enthält umfassende Neuerungen für den Safari-Browser. Im Kern geht es um drei Funktionen: automatische Tab-Verwaltung, eine Benachrichtigungsfunktion für Seitenänderungen und die Unterstützung von KI-gestützten Erweiterungen.
Browser wird zum Assistenten
Das aktualisierte Safari gruppiert ähnliche Tabs automatisch – ein Schritt gegen das Chaos bei vielen geöffneten Seiten. Hinzu kommt die Funktion „Notify Me": Sie überwacht ausgewählte Webseiten und alarmiert den Nutzer, sobald sich der Inhalt ändert. Wer möchte, kann die Möglichkeiten des Browsers zudem über individuelle Erweiterungen ausbauen, die auf maschinellem Lernen basieren.
Bereits am 8. Juli veröffentlichte Apple die „Safari Technology Preview 247". Sie enthält einen sogenannten Model Context Protocol (MCP)-Server. Das Tool erlaubt es KI-Agenten, mit dem Document Object Model (DOM) des Browsers zu interagieren, Netzwerkanfragen einzusehen und auf Konsolenausgaben zuzugreifen. Entwickler erhalten so 17 verschiedene Werkzeuge, um agentenbasierte Interaktionen in der Web-Umgebung zu testen.
Siri wird schlauer – aber nicht für alle
Die Safari-Upgrades sind Teil einer umfassenderen KI-Offensive namens „Apple Intelligence". Siri wurde in der aktuellen Beta mit Fähigkeiten großer Sprachmodelle ausgestattet. Der Assistent versteht nun, was auf dem Bildschirm passiert – etwa in Safari oder der Kamera-App – und kann darauf reagieren.
Eine systemweite Funktion namens „Write with Siri" erlaubt das Diktieren und Bearbeiten von Texten per Sprachbefehl. Die Kamera-App erhält eine „Visual Intelligence" über einen eigenen Siri-Modus. Auch Fotos, Wallet, Kurzbefehle und Passwörter profitieren von den KI-Erweiterungen. Für einige Funktionen zuhause ist jedoch ein 2-Terabyte-iCloud+-Abo nötig.
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Doch nicht alle Neuerungen stehen jedem Nutzer offen. Für „Siri Expressive Voices" – eine Funktion, die Tonlage und emotionale Bandbreite der Stimme anpasst – sind 12 Gigabyte Arbeitsspeicher erforderlich. Das schränkt die Nutzung auf das iPhone 17 Pro, das iPhone 17 Pro Max und das iPhone Air ein. Generell läuft iOS 27 noch auf dem iPhone XR, ältere Geräte erhalten aber nicht das volle „Apple Intelligence"-Paket.
Leistung und Design
Die dritte Entwickler-Beta bringt zudem Leistungsoptimierungen. Erste Tests zeigen schnellere App-Starts, verbesserte AirDrop-Geschwindigkeiten und effizientere Wechsel zwischen WLAN und Mobilfunk. Der Akkuverbrauch soll in frühen Tests um 22 Prozent gesunken sein.
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Optisch setzt Apple auf die Designsprache „Liquid Glass": Transparenzregler und überarbeitete Icons für Apps wie Erinnerungen prägen das neue Erscheinungsbild. Das Kontrollzentrum zeigt detailliertere Mobilfunkinformationen und bietet neue Einstellungen für haptisches Feedback.
Eine öffentliche Beta wird für Mitte Juli 2026 erwartet. Die finale Version von iOS 27 soll planmäßig im September 2026 erscheinen – zusammen mit Updates für macOS 27 „Golden Gate", watchOS 27 und visionOS 27.
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