Windows 11 26H2: Microsoft aktiviert Cloud-Backup für Firmenpcs
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 11:47 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Windows 11 speichert künftig Systemeinstellungen automatisch in der Cloud – zumindest für Unternehmen.
Microsoft verändert grundlegend die Verwaltung von Geräteeinstellungen. Mit dem Update auf Windows 11 Version 26H2 wird die Richtlinie „Enable Windows Backup“ für verwaltete Firmengeräte standardmäßig aktiviert. Die Ankündigung erfolgte am 6. Juli 2026.
Betroffen sind Geräte, die mit Microsoft Entra ID verbunden sind – allerdings nur außerhalb der Europäischen Union und fernab von Sovereign-Cloud-Umgebungen. Wo die Backup-Richtlinie bislang auf „Nicht konfiguriert“ stand, beginnt der Rechner künftig automatisch, Systemeinstellungen und App-Listen aus dem Microsoft Store in die Cloud zu sichern.
IT-Administratoren behalten die Kontrolle
Die Wiederherstellung der Daten bleibt für Nutzer freiwillig – sie müssen aktiv zustimmen. Die automatische Sicherung erfasst ausschließlich Systempräferenzen und Anwendungsmetadaten, keine persönlichen Dateien oder sensiblen Unternehmensdaten.
Administratoren können die Voreinstellung jederzeit überschreiben. Über Microsoft Intune oder Group Policy Objects (GPO) lässt sich die Backup-Richtlinie explizit deaktivieren. Auch Registry-Anpassungen sind möglich. Branchenbeobachter raten IT-Abteilungen, ihre aktuellen Konfigurationen zu prüfen – insbesondere multinationale Konzerne mit Standorten innerhalb und außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums müssen ihre Datenhoheit und Datenschutzstandards im Blick behalten.
Cloud-Rebuild ohne USB-Stick
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Parallel zur Backup-Änderung testet Microsoft ein neues Wiederherstellungstool: Cloud Rebuild. Die Funktion steckt im Windows 11 Insider Experimental Build 26300.8772, der ebenfalls diese Woche erschien.
Cloud Rebuild ermöglicht eine komplette Neuinstallation des Betriebssystems direkt aus der Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) – ganz ohne physischen USB-Stick. Das System lädt ein frisches Windows-Image sowie die benötigten Treiber direkt von Windows Update herunter.
Voraussetzung: ein funktionierendes Trusted Platform Module (TPM), eine stabile Internetverbindung (Ethernet oder WPA-Personal-Wi-Fi) und eine intakte Wiederherstellungsumgebung.
Zerstörerische Wiederherstellung mit Perspektive
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Cloud Rebuild arbeitet als destruktive Wiederherstellungsmethode: Alle lokalen Daten werden gelöscht, um einen sauberen Systemzustand zu garantieren. Nach Abschluss startet der Rechner in die „Out of Box Experience“ (OOBE), sodass verwaltete PCs automatisch wieder Dienste wie Microsoft Intune und Autopilot anbinden können.
Aktuell muss die Funktion lokal aus dem Wiederherstellungsmenü gestartet werden. Microsoft plant jedoch, IT-Administratoren künftig die Möglichkeit zu geben, Cloud-Rebuilds per Intune aus der Ferne anzustoßen. Derzeit ist die Funktion auf den Insider-Experimental-Kanal beschränkt, soll aber mit dem breiten Rollout von Windows 11 Version 26H2 allgemein verfügbar werden.
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