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iOS 26.5: Apple öffnet App Store in Brasilien für Konkurrenz

03.07.2026 - 10:14:39 | boerse-global.de

Apple erlaubt alternative App-Marktplätze in Brasilien. Der Schritt folgt auf eine Einigung mit der Wettbewerbsbehörde CADE und erhöht den globalen Druck auf das Geschäftsmodell.

Apple öffnet iPhone-Ökosystem in Brasilien für Drittanbieter-Stores
Apple - Ein leuchtender iPhone-Bildschirm zeigt App-Store-Icons verschiedener Marktplätze vor unscharfer Kulisse einer modernen brasilianischen Stadt in der Abenddämmerung. 03.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Apple hat in Brasilien offiziell die Unterstützung für alternative App-Marktplätze und Drittanbieter-Zahlungssysteme auf dem iPhone freigeschaltet. Damit wird Brasilien zur dritten großen Region weltweit, die das bisher geschlossene App-Store-Ökosystem des Konzerns aufbrechen kann – nach ähnlichen Regulierungen in der Europäischen Union und Japan.

Hintergrund der Öffnung ist eine Einigung mit der brasilianischen Wettbewerbsbehörde CADE aus dem Dezember. Der Schritt zeigt: Der Druck auf Apples exklusives Geschäftsmodell wächst global.

Technische Hürden und Auflagen

Die neuen Funktionen sind Teil von iOS 26.5 und gelten nur unter strengen Auflagen. iPhone-Nutzer müssen eine in Brasilien registrierte Apple-ID besitzen und sich physisch im Land aufhalten. iPad-Besitzer profitieren vorerst nicht von der Regelung. Auch die Verteilung von Apps über Webbrowser bleibt in Brasilien untersagt.

Entwickler, die die neuen Optionen nutzen wollen, müssen bis zum 6. Juli 2026 die aktualisierte Entwickler-Lizenzvereinbarung unterzeichnen. Apple behält sich eine Notarisierungspflicht für alle Apps außerhalb des offiziellen Stores vor – ein Sicherheitsmechanismus, der laut Apple Risiken zwar reduziert, aber nicht vollständig ausschließt.

Bereits gestartet sind die alternativen Stores AltStore und Aptoide für brasilianische Nutzer. Der Epic Games Store soll noch 2026 folgen. Wer das Land verlässt, kann Updates von Drittanbieter-Apps nur 90 Tage lang außerhalb Brasiliens herunterladen.

Großbritannien zieht nach

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Während Brasilien vorprescht, bereitet sich auch Großbritannien auf strengere Regeln vor. Die Wettbewerbsbehörde CMA schlug am 30. Juni vor, Apple zu zwingen, Nutzer auf alternative Zahlungssysteme und Marktplätze hinzuweisen. Zudem soll der Konzern die NFC-Technologie des iPhones für konkurrierende digitale Geldbörsen öffnen.

Die Vorschläge ähneln dem Digital Markets Act der EU. Google hat seine Play-Store-Bedingungen bereits zum 30. Juni angepasst und erlaubt externes Billing – gegen Gebühren. Apple hingegen wehrt sich weiterhin mit Verweis auf Sicherheitsrisiken. Eine endgültige Entscheidung in Großbritannien wird für Ende 2026 erwartet.

Russland setzt Apple Frist – USA vor Supreme Court

Parallel dazu erhöht Russland den Druck. Die Wettbewerbsbehörde FAS verlangt von Apple bis zum 15. Juli, staatlich vorgeschriebene Apps und lokale Suchmaschinen zu unterstützen. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von umgerechnet rund 48 Millionen Euro (4 Milliarden Rubel). Hintergrund ist die Entfernung mehrerer russischer Apps aus dem App Store aufgrund internationaler Sanktionen.

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In den USA, wo alternative Stores bislang nicht verfügbar sind, geht der Rechtsstreit zwischen Apple und Epic Games in die nächste Runde. Der Oberste Gerichtshof nahm am 30. Juni eine Berufung zur Prüfung an. Es geht um die Frage, ob Apple wegen Missachtung eines Gerichtsbeschlusses aus dem Jahr 2021 haftbar gemacht werden kann. Damals hatte Apple eine 27-Prozent-Kommission auf Käufe über externe Links eingeführt – ein Schritt, den ein Gericht im April 2025 als vorsätzliche Verletzung der Auflagen wertete.

Die mündlichen Verhandlungen sind für Oktober 2026 angesetzt, ein Urteil wird für Juni 2027 erwartet. Beide Seiten haben beantragt, bestimmte Fristen während des Verfahrens auszusetzen.

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