Intervallfasten, Fett

Intervallfasten: Übergewichtige verbrennen 24% weniger Fett

08.06.2026 - 01:48:45 | boerse-global.de

Forschung zeigt: Fasten-Wirkung hängt vom Stoffwechsel ab. Frühstücksverzicht kann depressive Symptome begünstigen.

Intervallfasten: Neue Studien zu Fettverbrennung und Depression
Intervallfasten - Eine Uhr, die 16:8 anzeigt, mit einem Apfel und Wasser im Vordergrund, symbolisiert Intervallfasten und Stoffwechsel. 08.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Aktuelle Forschungsergebnisse aus Deutschland und Südkorea zeigen: Die Wirkung hängt stark vom individuellen Stoffwechsel ab, und der Verzicht aufs Frühstück kann sogar depressive Symptome begünstigen.

Fettverbrennung läuft bei Übergewichtigen schlechter

Nicht jeder Körper reagiert gleich auf Fastenperioden. Forscher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) belegen: Bei übergewichtigen Personen ist die Reaktion des Hormons FGF21 gestört. Während der Spiegel bei schlanken Probanden nach 24 Stunden Fasten um etwa 50 Prozent stieg, sank er bei Übergewichtigen im Schnitt um ein Drittel. In einem Einzelfall waren es sogar 70 Prozent Rückgang.

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Die Folge: Die Fettverbrennung erreichte bei übergewichtigen Teilnehmern nur rund 76 Prozent des Niveaus der schlanken Vergleichsgruppe. Die Fähigkeit, in den Fastenmodus zu wechseln, ist demnach keine reine Disziplinfrage – die hormonelle Steuerung spielt eine entscheidende Rolle.

Frühstücksverzicht erhöht Risiko für Depressionen

Eine südkoreanische Studie des Seoul St. Mary's Hospital im Journal of Affective Disorders analysierte Daten von rund 22.000 Erwachsenen. Das Ergebnis: Unregelmäßige Mahlzeiten – weniger als fünf pro Woche – erhöhen das Risiko für depressive Symptome um den Faktor 1,55.

Besonders betroffen: Männer, Raucher und Personen, die nach 21 Uhr essen. Ein regelmäßiger Frühstücksverzicht korrelierte signifikant mit klinisch relevanten Symptomen, die bei etwa 5 Prozent der Teilnehmer auftraten. Die Forscher empfehlen regelmäßige Mahlzeiten als Teil einer präventiven Strategie.

Doch die Forschung ist nicht eindeutig: Eine Studie in Translational Psychiatry zeigt an Mäusen, dass intermittierendes Fasten stressbedingte Depressionen und Nervenschädigungen mildern kann – offenbar durch Veränderungen der Darmmikrobiota.

Kaffee beim Fasten: Ja, aber ohne Zucker

Schwarzer Kaffee unterbricht die Autophagie nicht – im Gegenteil. Forscher der Texas A&M Universität belegen, dass Kaffee an den NR4A1-Rezeptor bindet und den zellulären Reinigungsprozess sogar unterstützt. Da schwarzer Kaffee kaum Kalorien enthält, bleibt die Ketose erhalten.

Zusätze wie Milch oder Zucker beenden die Fettverbrennung durch Insulinausschüttung. Eine Kombination mit einem Esslöffel Rohkakao kann die kognitive Leistungsfähigkeit steigern – Flavonoide verlängern die Koffeinwirkung. Allerdings warnt die Medizinische Universität Breslau: Koffein beeinträchtigt die Schlafqualität, indem es langsame Wellen im Gehirn reduziert.

Intervalltraining gegen Bauchfett

Für die Reduktion von viszeralem Fettgewebe ist Intervalltraining effizient. Eine Langzeitstudie der Universität Hongkong mit 315 Erwachsenen zeigt: Eine wöchentliche Einheit von 75 Minuten Intervalltraining – etwa zügige Spaziergänge – ist ebenso effektiv wie drei Einheiten à 25 Minuten.

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Ballaststoffe gewinnen zudem an Bedeutung: Aktuelle Empfehlungen raten Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis zu 30 Gramm täglich, um Entzündungen zu hemmen. Inhaltsstoffe in Tomaten- und Sojaprodukten können bestimmte Entzündungsmarker senken.

Vorsicht bei Vorerkrankungen: Intervallfasten kann die Insulinsensitivität verbessern, birgt aber Risiken wie Blutzuckerschwankungen oder Muskelverlust bei Fastenperioden über 24 Stunden. Eine ärztliche Konsultation wird ausdrücklich empfohlen.

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