Inkontinenz, Pflanzliche

Inkontinenz: Pflanzliche Kombination senkt Rückfallrisiko um 36%

25.06.2026 - 08:26:55 | boerse-global.de

Roboterassistierte Chirurgie und pflanzliche Mittel gegen Inkontinenz: Neue Studien und Zentren zeigen Fortschritte in der Behandlung.

Inkontinenz-Therapie: Hightech-Roboter und pflanzliche Helfer im Fokus
Inkontinenz - Ein unscharfes Modell einer menschlichen Blase, umgeben von leuchtenden digitalen Linien, die moderne Medizintechnik symbolisieren. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Medizin reagiert mit einem Mix aus Hightech und Naturheilkunde.

Robotik erobert den Beckenboden

Immer mehr Kliniken setzen bei Inkontinenz-Operationen auf roboterassistierte Systeme wie Da-Vinci. Die Technik ermöglicht präzisere Schnitte und schont das umliegende Gewebe. Besonders bei Eingriffen im Beckenbodenbereich zählt jeder Millimeter.

Doch der Trend geht noch weiter: Der MR-gesteuerte fokussierte Ultraschall (MRgFUS) kann Tremor-Symptome ohne Hautschnitt lindern. Das Verfahren stammt zwar aus der Neurologie – zeigt aber, wohin die Reise geht: nicht-invasive High-Tech-Lösungen statt Skalpell.

Pflanzliche Waffe gegen Blasenentzündungen

Eine aktuelle Studie in BMC Urology liefert neue Belege für alte Hausmittel. Über 200 Frauen mit wiederkehrenden Blasenentzündungen nahmen teil. Das Ergebnis: Eine Kombination aus Kapuzinerkresse und Meerrettich senkte das Rückfallrisiko um 36 Prozent.

In der pflanzlich behandelten Gruppe lag die Rückfallquote bei 26 Prozent, in der Placebo-Gruppe bei 40 Prozent. Verantwortlich sind die Senföle – sie wirken antibakteriell, entzündungshemmend und hemmen sogar Biofilme.

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NRW bündelt Nieren-Expertise

Auch bei chronischen Nierenerkrankungen tut sich was. Die Unikliniken Köln, Aachen und Düsseldorf eröffneten im Juni das Center of Excellence in Nephrology (CEN). Der Verbund bündelt die Expertise in Nordrhein-Westfalen.

Mehr als 9 Millionen Menschen in Deutschland sind betroffen, rund 7.000 warten auf eine Spenderniere. Das Zentrum will Prävention und Therapie verbessern – ein Paradebeispiel für den Trend zur hochspezialisierten Kooperation.

Basis bleibt konservativ

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Trotz aller Hightech: Konservative Maßnahmen sind das Fundament. In Kompetenzzentren für Adipositas-Chirurgie etwa gibt es Programme aus Ernährungsberatung, Bewegungstherapie und Verhaltenstraining. Das ist auch für Inkontinenz-Patienten relevant – Übergewicht gilt als Hauptrisikofaktor für Beckenbodenschwäche.

Die Digitalisierung hilft: In der Physiotherapie laufen Modellprojekte mit App-basierten Übungsprogrammen. Sie überbrücken Wartezeiten und holen Patienten frühzeitig in die aktive Rehabilitation.

de | wissenschaft | 69621904 |