Hitze-Ernährung, Kalorien

Hitze-Ernährung: 250 Kalorien weniger, aber mehr Kreislaufrisiko

25.06.2026 - 08:23:03 | boerse-global.de

Bei hohen Temperaturen sinkt der Appetit, doch viele nehmen zu. Experten geben konkrete Trink- und Essensregeln für heiße Tage.

Hitze-Ernährung: Kalorienfallen und Trinktipps für den Sommer
Hitze-Ernährung - Eine Hand hält ein Glas Wasser vor einem verschwommenen, sonnigen Hintergrund, das Hydratation bei Hitze symbolisiert. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Wer jetzt falsch isst oder trinkt, riskiert Kreislaufprobleme. Mediziner und Ernährungsexperten erklären, worauf es wirklich ankommt.

Weniger Hunger – aber trotzdem Kalorienfallen

Der Körper schaltet bei Hitze in den Energiesparmodus. Eine Studie der Universität Bedfordshire aus 2020 zeigt: Bei 30 Grad nehmen Menschen im Schnitt 250 Kalorien weniger zu sich als bei 20 Grad. Der Grund: Der Verdauungsprozess heizt den Körper zusätzlich auf. Hormone wie Serotonin drosseln den Appetit, der Ghrelinspiegel sinkt.

Trotzdem nehmen viele im Sommer zu. Die Ursache: kalte Cola, häufiges Snacken und weniger Bewegung. Paradox: Ab 30 Grad steigt der Energiebedarf um 0,5 Prozent pro Grad – der Körper pumpt mehr Energie in die Kühlung.

Trinken nach Plan – nicht nach Durst

Warten, bis der Durst kommt? Keine gute Idee. Das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen rät zu festen Trinkpausen. Besonders Ältere, Babys und Menschen mit Vorerkrankungen sind gefährdet. Die Faustregel: 1,5 bis 2 Liter Wasser, Saftschorlen oder Tee pro Tag.

Die Präventivmedizinerin Karin Faisst warnt vor eiskalten Getränken bei Überhitzung. Die belasten den Kreislauf zusätzlich. Besser: lauwarme Flüssigkeiten. Und: Salzverlust ausgleichen – es hilft den Zellen, Wasser zu binden. Alkohol? Dehydriert – also Finger weg.

Salmonellen lieben Sommer

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Bei Hitze vermehren sich Keime rasant. Die Verbraucherzentrale Bremen warnt: Salmonellen fühlen sich bei Zimmertemperatur pudelwohl. Die wichtigsten Regeln:

  • Kühlkette einhalten – Fleisch, Wurst, Milchprodukte konsequent kühlen
  • Fleisch auf mindestens 70 Grad Kerntemperatur garen
  • Warme Speisen über 65 Grad halten oder schnell runterkühlen
  • Eigene Schneidebretter für Fleisch und Gemüse nutzen

Realistisch planen hilft: 200 Gramm Fleisch pro Person reichen – weniger Reste, weniger Risiko.

Leichte Küche für heiße Tage

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt mindestens 30 Gramm Ballaststoffe täglich. Vollkorn, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse liefern sie. Besonders Bohnen wie schwarze, rote oder Mungbohnen sind ideal: Sie liefern pflanzliches Eiweiß und Antioxidantien.

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Ein Trend: wasserreiche Früchte treffen auf salzige Komponenten. Beispiel: angebratene Pfirsiche mit Feta, Himbeeren und Minze. Für Salate gibt es einen cleveren Trick: Dressing auf Joghurt-Basis einfrieren. Bei -18 Grad hält es acht Wochen und wird direkt als „Eiswürfel-Dressing“ genutzt.

Konzentrierte Arbeit und Sport gehören in die kühlen Vormittagsstunden. Öffentliche Kühlräume wie Bibliotheken oder Museen? Auch eine Option.

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