Gehpausen, Minuten

Gehpausen: Fünf Minuten pro Stunde heben Stimmung und Leistung

25.06.2026 - 23:31:16 | boerse-global.de

Kurze Gehpausen jede Stunde verbessern nachweislich die Laune und senken die Erschöpfung, ohne die Arbeitsleistung zu beeinträchtigen.

Studie: Fünf Minuten Gehen pro Stunde heben die Stimmung
Gehpausen - Büroangestellte machen kurze Gehpausen und leichte Dehnübungen in einem modernen Büro, um langes Sitzen auszugleichen. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das zeigt eine aktuelle Studie im British Journal of Sports Medicine. Und das Beste: Die Arbeitsleistung leidet nicht darunter.

Die ideale Pausen-Frequenz

Forscher des Columbia University Medical Center werteten Daten von über 19.000 Erwachsenen aus. Knapp 11.500 Teilnehmer integrierten aktive Pausen in ihren Alltag. Die Wissenschaftler testeten Intervalle von 30, 60 und 120 Minuten.

Das Ergebnis: Fünfminütige Gehpausen jede Stunde bieten die beste Balance zwischen Praktikabilität und Wirkung. Die Probanden fühlten sich weniger müde und deutlich besser gelaunt.

Keith Diaz, leitender Forscher an der Columbia University, betont: Diese kurzen Unterbrechungen fördern auch die exekutiven Funktionen des Gehirns – also Aufmerksamkeit und Gedächtnis. Entgegen verbreiteter Annahmen führten die Pausen nicht zu Produktivitätseinbußen.

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Mehr als nur gute Laune

Die physischen Risiken von Bewegungsmangel sind bekannt. Langes Sitzen – von einer bis zu zwölf Stunden täglich – belastet den Stoffwechsel. Masterabsolvent Ngo Thanh Hung erklärt: Bereits zwei bis drei Minuten Bewegung alle 30 bis 60 Minuten helfen, die Ansammlung von viszeralem Fett zu reduzieren. Leichte Übungen wie Knieheben oder Rumpfdrehungen reichen aus.

Diese Mikro-Workouts ergänzen die WHO-Empfehlungen von 150 bis 300 Minuten moderater Aktivität pro Woche. Kurze, häufige Spaziergänge fördern die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gehirns. Das steigert nachweislich die Motivation am Arbeitsplatz.

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Was die Studie noch nicht leisten kann

Die Ergebnisse klingen vielversprechend – doch es gibt Einschränkungen. Emily McGrath von der British Heart Foundation weist darauf hin: Die Daten basieren teilweise auf Selbstauskünften. Zudem betrug der Beobachtungszeitraum nur zwei Wochen. Sie fordert längerfristige Studien, um die dauerhaften Effekte zu bestätigen.

Auch die freie Wahl der Übungsfrequenz könnte das Ergebnis beeinflusst haben. Dennoch plädieren Wissenschaftler dafür, regelmäßige Gehpausen fest in die öffentliche Gesundheitsstrategie zu integrieren. Die Botschaft ist klar: Die Häufigkeit der Bewegung ist oft entscheidender als ihre Intensität.

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