Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern

Nosferatu-Spinne wohl inzwischen bundesweit verbreitet

06.06.2026 - 04:30:06 | dpa.de

Die ursprünglich aus dem Mittelmeer stammende Spinne wurde zuletzt vermehrt in Mecklenburg-Vorpommern gesichtet. Dies galt als das letzte noch nicht besiedelte Bundesland.

  • Die Beinspannweite kann laut dem Naturkundemuseum Karlsruhe bis zu fünf Zentimeter betragen. (Archivbild) - Bild: Benjamin Westhoff/dpa
    Die Beinspannweite kann laut dem Naturkundemuseum Karlsruhe bis zu fünf Zentimeter betragen. (Archivbild) - Bild: Benjamin Westhoff/dpa
  • Der Name leitet sich von der charakteristischen Zeichnung auf dem Vorderkörper ab, die an den Vampir aus dem gleichnamigen Kinofilm Nosferatu erinnert. (Archivbild) - Bild: Thomas Lutz/dpa
    Der Name leitet sich von der charakteristischen Zeichnung auf dem Vorderkörper ab, die an den Vampir aus dem gleichnamigen Kinofilm Nosferatu erinnert. (Archivbild) - Bild: Thomas Lutz/dpa
  • Die aus dem Mittelmeerraum stammende Spinne kommt inzwischen auch in Norddeutschland vor. (Archivbild)  - Bild: Benjamin Westhoff/dpa
    Die aus dem Mittelmeerraum stammende Spinne kommt inzwischen auch in Norddeutschland vor. (Archivbild) - Bild: Benjamin Westhoff/dpa
Die Beinspannweite kann laut dem Naturkundemuseum Karlsruhe bis zu fünf Zentimeter betragen. (Archivbild) - Bild: Benjamin Westhoff/dpa Der Name leitet sich von der charakteristischen Zeichnung auf dem Vorderkörper ab, die an den Vampir aus dem gleichnamigen Kinofilm Nosferatu erinnert. (Archivbild) - Bild: Thomas Lutz/dpa Die aus dem Mittelmeerraum stammende Spinne kommt inzwischen auch in Norddeutschland vor. (Archivbild)  - Bild: Benjamin Westhoff/dpa

Die Nosferatu-Spinne ist inzwischen vermutlich bundesweit verbreitet. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wurden die achtbeinigen Tiere zuletzt vermehrt gesichtet. «Damit wird es immer wahrscheinlicher, dass sich die Spinne dort etabliert», sagte Alexander Wirth von der Umweltorganisation Nabu. «Womöglich ist sie bereits im letzten bisher noch nicht besiedelten Bundesland zu Hause.»

Die aus dem Mittelmeergebiet stammende Art breitet sich seit ihrer Entdeckung in Deutschland im Jahr 2005 rasant aus. 2022 war ein erstes Exemplar in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet worden. Diese Spinne war aber nachweislich in einem Koffer mitgereist, also eingeschleppt worden. Laut Nabu gab es jedoch inzwischen mehrfache Sichtungen der Spinne sogar auf den Inseln Rügen und Usedom.

Raues Klima in Norddeutschland scheint die Spinne nicht zu stören

Aus Schleswig-Holstein kommen seit einiger Zeit ebenfalls deutlich mehr Meldungen, so der Nabu. So habe die Spinne inzwischen Lübeck erobert. Seit 2024 gibt es Fotos von der Art aus der Hansestadt. «Die Nosferatu-Spinne wird immer häufiger aus Norddeutschland gemeldet», erläutert Wirth. «Das rauere Klima scheint sie nicht zu stören. In der kalten Jahreszeit zieht sie sich in geheizte Häuser und Wohnungen zurück, wo es für sie angenehmer ist.»

Der Körper der Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana) wird etwa ein bis zwei Zentimeter lang. Die Beinspannweite könne bis zu fünf Zentimeter betragen, so der Nabu. «Der Name leitet sich von der charakteristischen Zeichnung auf dem Vorderkörper ab, die viele kreative Betrachter an die Fratze des Vampirs aus dem gleichnamigen Kinofilm Nosferatu erinnert», schrieb des Karlsruher Naturkundemuseums im April.

Ein Biss ist für Menschen in der Regel ungefährlich

Durch ihr Gift, einen robusten Körperbau und ihre Geschicklichkeit bei der Jagd wird die überwiegend nachtaktive Spinne den Angaben zufolge auch mit recht großer Beute fertig. Sie gehöre zudem zu den wenigen Arten, die mit ihren Giftklauen die menschliche Haut durchdringen können, heißt es. Der Biss sei in der Regel aber ungefährlich.

Nach den aktuellen Angaben des Nabu gibt es bundesweit jedes Jahr zwischen 3.000 und 5.000 Meldungen mit Foto. In diesem Frühjahr kamen besonders viele Beobachtungen hinzu: Mehr als 2.500 Fotos gingen von Januar bis Mai ein. «Wenn das so weitergeht, wird 2026 wieder ein gutes Nosferatu-Jahr», sagt Wirth und ergänzte: «Wir freuen uns, wenn weiter jeder Fund gemeldet wird, am besten mit Foto. So können wir die weitere Entwicklung der Bestände und die Lebensweise der neuen Art gut nachvollziehen.»

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