Energy Sharing ab Juni: Solarstrom von Nachbarn für 15 Cent
06.06.2026 - 04:11:25 | boerse-global.de
Experten setzen daher auf eine Mischung aus passiven Kühlmethoden und neuen Regeln für die Energieversorgung.
So bleibt die Wohnung ohne Klimaanlage kühl
Das Umweltbundesamt und Klimatechniker empfehlen einen einfachen Dreiklang: Nachts und frühmorgens querlüften, tagsüber Fenster und Türen geschlossen halten. Die kühle Nachtluft ist der effektivste natürliche Kühler.
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Noch wichtiger ist die richtige Beschattung. Außenliegende Rollläden, Jalousien oder Markisen blockieren die Sonnenstrahlung, bevor sie auf die Fensterscheibe trifft. Innenliegender Sonnenschutz ist dagegen weit weniger wirksam. Wer zusätzlich Computer, Drucker oder andere Elektrogeräte bei Nichtgebrauch komplett ausschaltet, vermeidet unnötige Wärmequellen im Raum.
Für schnelle Abkühlung sorgen einfache Hausmittel. Die sogenannte „Egyptian Method“ – feuchte Laken aufhängen – erzeugt Verdunstungskälte. Auch eine Schale mit Eiswasser vor dem Ventilator hilft. Wichtig bei Deckenventilatoren: Im Sommer müssen sie gegen den Uhrzeigersinn laufen, damit sie einen kühlenden Luftstrom nach unten erzeugen.
Mobile Klimageräte: Von 130 bis 350 Euro
Wer auf aktive Kühlung angewiesen ist, findet im Juni 2026 eine breite Preisspanne. Einfache Monoblock-Geräte für Räume zwischen 30 und 45 Quadratmetern gibt es ab rund 130 Euro. Leistungsstärkere Modelle mit 12.000 BTU/h, App-Steuerung und Sprachbefehlen kosten etwa 350 Euro.
Die Effizienz lässt sich mit einfachen Mitteln steigern. Wer den Abluftschlauch isoliert und eine eigene Fensterdurchführung baut, verhindert, dass warme Außenluft nachströmt oder der Schlauch selbst Wärme in den Raum abstrahlt.
Energy Sharing: Solarstrom günstiger einkaufen
Seit dem 1. Juni 2026 gilt in Deutschland das „Energy Sharing“. Besitzer von Photovoltaikanlagen dürfen überschüssigen Solarstrom direkt an Nachbarn verkaufen. Während die staatliche Einspeisevergütung bei 6,7 bis 7,8 Cent pro Kilowattstunde liegt, sind beim Direktverkauf rund 15 Cent drin. Für Käufer bedeutet das eine deutliche Ersparnis – marktübliche Preise liegen zwischen 25 und 40 Cent.
Voraussetzung: Beide Haushalte brauchen einen Smart Meter. Deren flächendeckende Verfügbarkeit und offene Abrechnungsfragen gelten derzeit noch als Hürden.
Wärmewende hinkt hinterher
Der „Fortschrittsmonitor 2026“ des BDEW vom 4. Juni zeigt eine deutliche Lücke zu den politischen Zielen. Im Jahr 2025 wurden 233.000 Wärmepumpen installiert – weit unter der Zielmarke von 500.000 pro Jahr. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung liegt bei 20,7 Prozent, Ziel für 2030 sind 32 Prozent.
Immerhin: Über 50 Prozent der Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern haben ihre kommunale Wärmeplanung bereits abgeschlossen.
Hitze als Gesundheitsrisiko – Stromsperren als soziales Problem
Ein bundesweiter Aktionstag am 11. Juni 2026 macht auf Hitze als eines der größten Gesundheitsrisiken des Klimawandels aufmerksam. Besonders betroffen sind ältere Menschen und Vorerkrankte.
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Für einkommensschwache Haushalte kommt die finanzielle Belastung hinzu. 2024 gab es über 239.000 Stromsperren in Deutschland. Seit einer Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes Ende 2025 haben Betroffene bessere rechtliche Möglichkeiten: Abwendungsvereinbarungen oder Darlehen beim Jobcenter können eine Unterbrechung der Versorgung verhindern.
Guter UV-Schutz muss nicht teuer sein
Ein Produkttest vom Sommer 2025 zeigt: Teure Sonnencreme ist nicht automatisch besser. Von 26 getesteten Sonnenschutzmitteln schnitten preiswerte Eigenmarken von Drogeriemärkten mit „sehr gut“ ab. Einige hochpreisige Markenprodukte erreichten dagegen den angegebenen Lichtschutzfaktor nicht oder enthielten bedenkliche Inhaltsstoffe.
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