Demenzprävention: WHO zeigt, wie 45% aller Fälle vermeidbar sind
Veröffentlicht: 15.07.2026 um 22:21 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Ein Großteil davon könnte vermieden werden – durch gezielte Prävention.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Leitlinien zur Demenzprävention aktualisiert. Demnach ließen sich bis zu 45 Prozent aller Fälle durch Lebensstilanpassungen verhindern oder zumindest hinauszögern. Neben Bewegung und Ernährung rücken nun neue Faktoren in den Fokus.
Soziale Kontakte schützen das Gehirn
Ein aktives Sozialleben gilt ab sofort als expliziter Schutzfaktor. Auch eine gute Hörfähigkeit ist entscheidend: Bei Hörverlust empfehlen die Experten den Einsatz von Hörgeräten. Saubere Luft wird ebenfalls als relevanter Umweltfaktor genannt.
Von Vitaminpräparaten ohne nachgewiesenen Mangel raten die Ärzte dagegen ab. Ein präventiver Nutzen sei nicht belegt. Klassische Risikofaktoren bleiben Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Schlafstörungen und Depressionen.
MIND-Diät senkt Alzheimer-Risiko um 35 Prozent
Die richtige Ernährung spielt eine Schlüsselrolle. Forscher der Universität Ljubljana zeigen: Die sogenannte MIND-Diät – eine Kombination aus mediterraner Küche und pflanzlichen Lebensmitteln – senkt das Alzheimer-Risiko um rund 35 Prozent.
Wer sein Demenzrisiko senken möchte, findet in diesem kostenlosen Report die 7 Schutzfaktoren der WHO, die MIND-Diät und einen einfachen 3.000-Schritte-Plan – alles wissenschaftlich belegt. Jetzt kostenlosen Präventions-Report anfordern
Wissenschaftler der Semmelweis Universität ergänzen: Polyphenole aus der mediterranen Kost unterstützen die Gehirnalterung positiv. Ein universelles Wundermittel gebe es jedoch nicht. Eine personalisierte Ernährung sei für den optimalen Schutz notwendig.
3.000 Schritte täglich verlangsamen kognitiven Verfall
Auch kleine Bewegungseinheiten wirken. Bereits 3.000 Schritte pro Tag können laut Studien der Universität Ljubljana die Ansammlung des Tau-Proteins im Gehirn verlangsamen. Dieses Protein wird direkt mit kognitivem Verfall in Verbindung gebracht.
Die Prävention beginnt dabei deutlich früher als gedacht. Forscher der Universität Leipzig nutzen den LIBRA-Index (Lifestyle for Brain Health), um das Demenzrisiko bereits bei jungen Erwachsenen zwischen 20 und 39 Jahren zu bewerten.
Bluttest erkennt Alzheimer-Marker mit 90 Prozent Genauigkeit
Bereits 3.000 Schritte täglich verlangsamen laut Studien die Ansammlung des Tau-Proteins im Gehirn. Kombiniert mit der MIND-Diät senken Sie Ihr Alzheimer-Risiko um 35 %. Holen Sie sich die Schritt-für-Schritt-Anleitung. 3.000-Schritte-Plan jetzt sichern
Bei Jüngeren stehen Rauchen, Bewegungsmangel und Depressionen im Fokus. Im höheren Alter gewinnen kardiovaskuläre Risiken an Bedeutung. Parallel zur Prävention hat sich die Diagnostik weiterentwickelt.
Ein klinisch verfügbarer pTau217-Bluttest von Roche und Fujirebio erkennt Alzheimer-Marker frühzeitig. Mit einer Genauigkeit von über 90 Prozent ist er eine kostengünstige Alternative zu aufwendigen Bildgebungsverfahren. Die Kosten liegen bei etwa 100 bis 150 Euro – ein überschaubarer Preis für frühzeitige Vorsorge.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
