Computex, Gesundheit

Computex 2026: KI und Gesundheit verschmelzen in neuen Wearables

03.06.2026 - 21:13:38 | boerse-global.de

Auf der Computex 2026 präsentieren ASUS, Google und Oura neue KI-gestützte Gesundheitsuhren und Ringe. Auch die Forschung zeigt Fortschritte.

Computex 2026: KI und Gesundheit verschmelzen in neuen Wearables - Bild: über boerse-global.de
Computex 2026: KI und Gesundheit verschmelzen in neuen Wearables - Bild: über boerse-global.de

Künstliche Intelligenz und medizinische Überwachung wachsen enger zusammen als je zuvor.

ASUS setzt auf klinische KI-Lösungen

Der taiwanesische Technologiekonzern ASUS stellte am Dienstag seine erweiterte Healthcare-Palette vor. Im Zentrum steht die VivoWatch 6 Plus, eine Smartwatch mit 1,43-Zoll-AMOLED-Display, Gehäuse aus Titan und Saphirglas. Das Gerät misst Blutdrucktrends, EKG-Daten, Schlafapnoe und führt eine Ganganalyse durch. Ein integrierter KI-Wellness-Coach gibt personalisierte Gesundheitsempfehlungen.

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Die Uhr ist Teil eines größeren Ökosystems, das auf der ASUS-AI-Agent-Plattform basiert. Diese verarbeitet Wearable- und Diagnosedaten, um klinische Entscheidungen zu unterstützen. Ebenfalls neu: der DuoScan-Handultraschall, ein wasserdichtes Gerät mit 192-Element-Hochauflösungssensor und drei Stunden Akkulaufzeit.

Eine Umfrage unter Klinikern ergab: 68 Prozent erwarten, dass KI die Gesundheitsversorgung maßgeblich verändern wird.

Google und Oura setzen auf Miniaturisierung

Google steigt mit dem Fitbit Air in den Markt für bildschirmlose Wearables ein. Das Gerät wiegt gerade einmal zwölf Gramm und ist rund 25 Prozent kleiner als das Vorgängermodell Fitbit Luxe. Im Fokus stehen rund um die Uhr Herzfrequenzmessung, Vorhofflimmern-Erkennung und Schlafanalyse. Googles Gemini-KI liefert als Health Coach die passenden Auswertungen.

Der Basispreis liegt bei etwa 90 Euro. Ein optionales Premium-Abonnement bietet detailliertere Trainingspläne. Die Auslieferung begann bereits Ende Mai.

Im Smart-Ring-Segment zieht Oura nach. Der Oura Ring 5 wurde bereits im Frühjahr angekündigt, der Versand startet am Donnerstag. Das Volumen schrumpfte um 40 Prozent im Vergleich zum Vorgänger. Neue Sensoren mit deutlich mehr Lichtpfaden sollen die Messgenauigkeit erhöhen. Die Software-Erweiterung „Health Radar" liefert zudem Indikatoren für Blutdrucksignale und nächtliche Atemmuster.

Forschung: Blutdruck ohne Manschette, Schweiß ohne Batterie

Auch die Wissenschaft meldet Fortschritte. Forscher der University of Utah und der University of Illinois Chicago veröffentlichten eine Studie in Nature Communications. Sie entwickelten eine Smartwatch, die kontinuierlich Blutdruck und Blutfluss misst – ganz ohne herkömmliche Manschette. Die Technologie nutzt Bioimpedanz und maschinelles Lernen. Getestet wurde das Gerät an 150 Probanden, sowohl im Alltag als auch auf der Intensivstation.

Ein Team der University of California, Irvine, präsentierte einen drahtlosen, batterielosen Schweißsensor namens IREM-W2MS3. Das bioelektronische Pflaster misst gleichzeitig Cortisol, Glukose, Laktat und Harnstoff. Die Sensoroberfläche regeneriert sich selbst, Schweiß wird ohne Bewegung stimuliert. Über 21 Testtage blieb das Signal stabil.

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Meta plant Milliarden-Markt mit KI-Brillen

Interne Roadmaps von Meta zeigen aggressive Expansionspläne. Noch im Juni sollen die ersten Modelle einer neuen Smart-Glasses-Reihe auf den Markt kommen. Unter den Codenamen „Modelo" und „Artemis" entwickeln die Kalifornier Geräte mit stets aktiven Kameras und sogenannten Supersensing-Fähigkeiten.

Für 2027 ist zudem ein KI-gestützter Anhänger geplant. Metas Strategie umfasst ein Abo-Modell für Unternehmenskunden. Das Ziel: zehn Millionen verkaufte Wearables in der zweiten Jahreshälfte 2026.

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