Brustkrebs-Prävention: Flavonoide senken Risiko um 15 Prozent
30.06.2026 - 15:23:20 | boerse-global.de
Das legen aktuelle Forschungsdaten und Expertenmeinungen aus dem Juni 2026 nahe.
Mit sinkendem Östrogenspiegel steigt das Risiko für beschleunigten Muskelabbau. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt derzeit 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht für Erwachsene und 1,0 Gramm für Senioren. Fachleute halten diese Werte für zu niedrig.
Dr. Chris Macdonald von der Universität Cambridge wies darauf hin, dass aktive und ältere Menschen mehr Protein benötigen. Andreas Pfeiffer von der Charité Berlin konkretisierte die Empfehlung: Jede der drei Hauptmahlzeiten sollte etwa 30 Gramm Protein enthalten.
Ein Mangel zeigt sich nicht nur in verringerter Leistungsfähigkeit. Auch brüchige Haare, Nägel oder Schwellungen können darauf hindeuten.
Die besten Proteinquellen im Überblick
Tierische Produkte liefern besonders viel Eiweiß: Rindfleisch enthält 26 Gramm pro 100 Gramm, Thunfisch 25 Gramm. Doch auch pflanzliche Alternativen sind effektiv: Mandeln kommen auf 21 Gramm, Sojabohnen auf 11 Gramm und Kichererbsen auf 9 Gramm.
Fünf Ernährungsformen wurden als besonders wirksam für Frauen in der Lebensmitte identifiziert: die Mittelmeerdiät, die DASH-Diät, die MIND-Diät, die flexitarische Ernährung und eine proteinreiche Kost. Diese Modelle fördern den Erhalt der Muskelmasse und unterstützen die Gewichtsregulierung.
Sogar kommerzielle Anbieter reagieren auf den spezifischen Bedarf. Weight Watchers integrierte spezielle Programme für Perimenopause und Menopause in sein Punktesystem. Proteinreiche Lebensmittel sowie Obst und Gemüse zählen dort als ZeroPoint Foods und belasten das tägliche Budget nicht.
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Schutz vor Krebs und kognitivem Abbau
Die Ernährung beeinflusst mehr als nur die Muskeln. Eine Auswertung der UK Biobank-Studie mit über 93.000 Teilnehmerinnen zeigte: Eine flavonoidreiche Ernährung senkt das Brustkrebsrisiko um 15 Prozent. Besonders Äpfel und Orangen wirken schützend.
Die Studie wurde in der Fachzeitschrift npj Breast Cancer veröffentlicht. Parallel warnen US-Forscher der Universität Houston vor Alkoholkonsum in dieser Altersgruppe. Viele Frauen unterschätzen das Risiko – der Konsum sei teils steigend, was das Brustkrebsrisiko zusätzlich erhöhe.
Der Kardiologe Dr. Aurelio Rojas empfiehlt Frauen über 40 drei Nahrungsergänzungsmittel: Magnesium für das Nervensystem, Omega-3-Fettsäuren für die Herzgesundheit und Creatin zur Unterstützung der Muskelkraft. Allerdings: Diese Mittel ersetzen keine ausgewogene Kost, sie ergänzen sie lediglich.
Neue Erkenntnisse zum Jo-Jo-Effekt
Gute Nachrichten für alle, die mit Gewichtsschwankungen kämpfen. Eine dänische Studie der Universität Kopenhagen kommt zu dem Schluss: Der Jo-Jo-Effekt ist klinisch weniger schädlich als bislang angenommen.
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Die Studie erscheint in der Juli-Ausgabe 2026 von The Lancet Diabetes & Endocrinology. Die gesundheitlichen Vorteile wiederholter Gewichtsreduktion – verbesserte Stoffwechselwerte und höhere Lebensqualität – überwiegen die potenziellen Risiken der Schwankungen.
Eine weitere Studie in Scientific Reports zeigt: Blutstoffwechselkarten belegen, dass lebensstilassoziierte Muster im Aminosäure- und Energiestoffwechsel direkt mit kognitiver Funktion und körperlicher Ganggeschwindigkeit im Alter korrelieren. Eine gezielte Ernährungsumstellung kann kognitiven Verfall und Gebrechlichkeit hinauszögern.
