Reisesicherheit, Cyberanschläge

Reisesicherheit: Fast jeder Zweite erlebt Cyberanschläge im Urlaub

30.06.2026 - 15:28:47 | boerse-global.de

Fast jeder zweite Urlauber erlebt Cyberangriffe. Polizei warnt vor Echtzeit-Fotos und rät zu VPN-Nutzung.

Sommerreise 2026: So schützt du dich vor Cyberkriminalität
Reisesicherheit - Eine Hand hält ein Smartphone mit einem gestörten Bildschirm, der die Lichter einer Stadt bei Nacht widerspiegelt. Die Person sieht besorgt aus. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Sicherheitsbehörden warnen vor digitalen und physischen Risiken. Wer verreist, sollte jetzt handeln.

Fast jeder Zweite schon betroffen

Laut einer aktuellen McAfee-Studie war in Deutschland bereits fast jeder zweite Bürger von Cyberbedrohungen auf Reisen betroffen. 47 Prozent der Betroffenen erlitten finanzielle Verluste – oft über 500 Euro.

Dr. Martin J. Krämer vom Sicherheitsdienstleister KnowBe4 betont die Bedeutung von Vorsorge. Experten raten: Sei bei Phishing-Mails besonders wachsam. Nutze ein VPN in öffentlichen WLANs. Eine eSIM-Karte ist sicherer als lokale SIM-Karten vor Ort.

Zur Gerätesicherung empfehlen Fachleute biometrische Funktionen und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA). Zur Unterstützung bietet KnowBe4 die kostenlose Plattform CAPY an.

Keine Urlaubsfotos in Echtzeit

Die Polizeipräsidien Mittelhessen und Südosthessen warnen vor einem typischen Fehler: Poste Urlaubsfotos nicht in Echtzeit, sondern erst nach der Rückkehr. Wer seine Abwesenheit öffentlich zeigt, erhöht das Einbruchsrisiko massiv.

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Vor der Abreise solltest du dein Heimnetzwerk abschalten und Smart-Home-Systeme in den Abwesenheitsmodus versetzen. Während der Reise gilt: Kein Online-Banking ohne gesicherte Verbindung. Nach der Rückkehr prüfe alle eingegangenen E-Mails kritisch auf Betrug.

Polizei verstärkt Kontrollen

In Hessen kontrolliert die Polizei seit Ende Juni verstärkt auf Autobahnen – gezielt gegen organisierte Einbrecherbanden. Der Hintergrund: Die Fallzahlen beim Wohnungseinbruchdiebstahl stiegen 2025 um 910 auf insgesamt 6.777 Fälle. Innenminister Poseck und das Landeskriminalamt setzen auf die Bekämpfung bandenmäßiger Strukturen.

Parallel läuft in mehreren Bundesländern – darunter Berlin, Sachsen und Thüringen – die Aktionswoche der Sicherheitskooperation (SiKoop). Vom 29. Juni bis 5. Juli 2026 klären die Behörden über Enkeltrick, Schockanrufe und Cybercrime auf.

Was tun bei Gepäckverlust?

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Auch logistische Risiken solltest du einplanen. Bei Verlust von Reisegepäck haften Fluggesellschaften bis maximal 1.400 Euro. Verluste musst du innerhalb von 21 Tagen melden.

Bei Pauschalreisen kann der Reiseveranstalter haftbar gemacht werden – Erstattungen berechnen sich oft anteilig zum Tagespreis. Die private Hausratversicherung deckt Reisegepäck in vielen Fällen bis zu 10.000 Euro ab. Fotografiere Wertgegenstände vorab und notiere Gerätenummern für den Ernstfall.

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