Bluthochdruck: 80% aller Schlaganfälle durch Lebensstil vermeidbar
06.06.2026 - 13:27:38 | boerse-global.de
Juni als Hypertoniezentrum ausgezeichnet. Die Zertifizierung bestätigt eine überdurchschnittliche Expertise in Diagnostik und Behandlung von Bluthochdruck. Patienten mit schwer einstellbarem Bluthochdruck oder Begleiterkrankungen sollen so Zugang zu spezialisierter Versorgung erhalten.
Fortbildung und digitale Angebote
Neben der Zertifizierung stationärer Einrichtungen bietet die DHL wissenschaftliche Informationen und Fortbildungen an. Geplant sind eine Experten-Telefonsprechstunde am 10. Juni sowie ein Online-Refresher für Hypertensiologen am 20. Juni. Die Angebote unterstreichen den Bedarf an kontinuierlicher Weiterbildung in der Hypertoniebehandlung.
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Hohe Krankheitslast in Dortmund
Eine Auswertung der AOK NordWest zeigt die Verbreitung der Hypertonie: 2024 waren in Dortmund rund 142.100 Menschen ab 20 Jahren betroffen – 29,2 Prozent der Bevölkerung. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Fallzahlen um 2,7 Prozent.
Die Entwicklung schlägt sich in den Gesundheitsausgaben nieder. In Westfalen-Lippe wurden 2024 rund 16,5 Millionen Packungen Blutdrucksenker verordnet. Das entspricht mehr als einem Fünftel aller Arzneimittelverordnungen in der Region. Die Kosten belaufen sich auf über 339 Millionen Euro. Versicherer setzen daher vermehrt auf digitale Angebote wie Online-Coaches für Patienten.
Prävention als Schlüssel
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Eine Publikationssammlung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie zeigt: Rund 80 Prozent aller Schlaganfälle gehen auf modifizierbare Risikofaktoren zurück. Bluthochdruck spielt dabei eine zentrale Rolle. Experten gehen davon aus, dass gezielte Lebensstiländerungen viele Erkrankungen verhindern könnten.
Apotheken sollen stärker einbezogen werden
Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) fordert in einem Positionspapier, Apotheken stärker in die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen einzubinden. Apothekerkammern in Nordrhein unterstützen diese Forderung. Mit Stand vom 1. April 2026 stehen allein in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln 1.893 Apotheken für erweiterte Versorgungsaufgaben zur Verfügung.
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