Bewegung, Darmgesundheit

Bewegung und Darmgesundheit: Acht neue Bakterienstämme bei aktiven Pferden

13.06.2026 - 07:33:46 | boerse-global.de

Aktive Pferde zeigen laut Studie eine signifikant höhere bakterielle Diversität im Darm. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Bewegung für die Verdauungsgesundheit.

Studie belegt: Bewegung fördert Darmvielfalt bei Pferden
Bewegung - Ein majestätisches Pferd galoppiert anmutig über eine grüne Weide, Symbol für Gesundheit und Bewegung. 13.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das belegt eine im April 2026 in der Fachzeitschrift Microbial Pathogenesis veröffentlichte Studie. Die Forscher wiesen anhand etablierter Messgrößen wie dem Shannon-Index nach, dass aktive Pferde eine höhere mikrobielle Diversität aufweisen.

Die Untersuchung dokumentierte eine Zunahme von acht Bakterienstämmen und 187 verschiedenen Gattungen. Gleichzeitig reduzierte sich die Präsenz von drei Stämmen und 197 Gattungen. Interessant: Die Pilzgemeinschaft im Darm veränderte sich durch Bewegung deutlich weniger als die bakterielle Flora. Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig durchdachte Bewegungskonzepte für die Prävention von Verdauungsstörungen sind.

Tierwohl beeinflusst Sport-Karrieren

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Die Diskussion um Haltungsbedingungen und Tierwohl erreicht auch den Profisport. Im Juni 2026 beendete Springreiterin Janne Friederike Meyer-Zimmermann ihre Zusammenarbeit mit einem internationalen Team. Als Grund nannte sie unterschiedliche Auffassungen über die sportliche Planung und den Umgang mit dem Tierwohl.

Der Trend ist klar: Die Branche integriert physiologische Bedürfnisse der Pferde stärker ins Management. Ein für Mitte Juni angekündigtes Fach-Webinar zum Thema Koliken zeigt den wachsenden Aufklärungsbedarf. Warnzeichen und präventive Maßnahmen bei dieser häufigen, oft lebensbedrohlichen Verdauungsstörung stehen im Fokus.

Wenn die Darmbarriere versagt

Das Leaky-Gut-Syndrom beschäftigt Fachkreise intensiv. Eine im Juni 2026 veröffentlichte medizinische Übersicht erklärt: Eine durchlässige Darmschleimhaut verursacht nicht nur lokale Verdauungsbeschwerden. Systemische Folgen wie Müdigkeit, Entzündungen und Leistungsabfall sind die Konsequenz. Hauptursachen sind neben der Ernährung auch Stress und Infektionen.

Forschungsergebnisse der Universität Basel an Modellorganismen stützen diese These. Beeinträchtigungen im Enddarm führten dort zur Verweigerung der Nahrungsaufnahme und übermäßigen Ruhephasen. Klinische Beobachtungen bei Pferden bestätigen das Bild: Verdauungsprobleme gehen oft mit Apathie oder verändertem Fressverhalten einher.

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Mist wird zur Energiequelle

Neben gesundheitlichen Aspekten rückt die energetische Verwertung von Pferdemist in den Fokus. Das Projekt FeBio untersucht die Trockenfermentation in Fahrsiloanlagen. Schätzungen zufolge könnten in Deutschland rund 770 Kleinanlagen mit je 100 Kilowatt Leistung entstehen. Eine Anlage benötigt den Mist von etwa 300 Pferden.

Das Projekt verzeichnete zwar Verzögerungen durch allgemeine Kostensteigerungen im Baugewerbe. Doch die Betriebsabläufe ließen sich optimieren: Leistungsfähigere Maschinen bei der Beschickung der Fermenter verkürzten die Arbeitszeit für den Chargenwechsel deutlich. Eine professionelle Mistentsorgung bietet also nicht nur hygienische Vorteile für die Darmgesundheit im Stall, sondern auch ökonomisches Potenzial zur Energiegewinnung.

de | wissenschaft | 69531903 |