Baskenland, Steuerrabatt

Baskenland lockt: 50% Steuerrabatt für Fachkräfte ab November

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 11:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de

2025 verließen so viele Deutsche wie nie zuvor das Land. Experten sehen darin eine Karrierechance, keine Abwanderung. Steueranreize locken in neue Zielländer.

Deutsche Auswanderer 2025: Rekordhoch und neue Steuerparadiese
Eine Gruppe vielfältiger Menschen, die optimistisch auf einen sonnigen Horizont zugehen, symbolisiert internationale Migration und neue Lebensqualität. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

288.579 Menschen verließen die Bundesrepublik – dem standen nur 191.890 Rückkehrer gegenüber. Der negative Saldo: 96.689 Personen.

Doch der Soziologe Marcel Erlinghagen sieht darin keinen dauerhaften Verlust. Er spricht von „Brain Circulation“: Auslandsaufenthalte werden zunehmend als karrierefördernde Phasen in die Erwerbsbiografie eingebaut.

Wohin zieht es die Deutschen?

Die Schweiz bleibt das beliebteste Ziel. 22.730 Deutsche zog es 2025 in die Alpenrepublik. Österreich folgt mit 13.549 Zuzügen, Spanien mit 9.676.

Neben den Klassikern gewinnen aber auch ungewöhnlichere Ziele an Attraktivität. Der Grund: gezielte Steueranreize und günstigere Lebenshaltungskosten.

Baskenland lockt mit 50 Prozent Steuerrabatt

Die baskische Provinz Bizkaia plant für November 2026 eine drastische Ausweitung ihrer Steuervergünstigungen. Hochqualifizierte Zuwanderer profitieren aktuell von 30 Prozent Einkommensteuer-Reduzierung über elf Jahre. Ab November soll der Satz auf 50 Prozent steigen. Für Fachkräfte unter 36 Jahren sind sogar 60 Prozent Ermäßigung vorgesehen.

Voraussetzung: Eine Beschäftigung in Spanien. Maximal 15 Prozent des Einkommens dürfen aus dem Ausland stammen.

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Uruguay: Steuerfrei für zehn Jahre

Uruguay setzt auf das Territorialprinzip: Nur im Inland erwirtschaftetes Einkommen wird besteuert. Ausländische Kapitaleinkünfte bleiben für Neuzuwanderer zehn Jahre steuerfrei. Danach greift eine Pauschalbesteuerung von 12 Prozent.

Die Voraussetzungen für einen dauerhaften Aufenthalt sind überschaubar: gültiger Gesundheitsstatus und ein monatlicher Einkommensnachweis von mindestens 1.000 US-Dollar.

Kolumbien: Günstig leben am Äquator

Kolumbien wird zur echten Alternative für ortsunabhängig Beschäftigte und Rentner. Das Startkapital für die Erstniederlassung in Städten wie Medellín oder Bogotá: 1.000 bis 1.750 Euro für Miete und Ausstattung. Die monatlichen Fixkosten liegen bei 450 bis 700 Euro.

Ein Haken: Zwischen Deutschland und Kolumbien gibt es kein Doppelbesteuerungsabkommen.

Albanien: Mittelmeer zum Schnäppchenpreis

Die albanische Riviera positioniert sich als kostengünstige Alternative zu etablierten Mittelmeerregionen. Orte wie Himarë und Ksamil locken mit moderner touristischer Erschließung – aber ohne Massentourismus.

Für Senioren bleibt Kreta ein Schwerpunkt. Grund: Die deutsche gesetzliche Krankenversicherung kann dort unter bestimmten Voraussetzungen fortgeführt werden. Die Infrastruktur gilt als modern.

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Die lebenswertesten Städte der Welt

Der Global Liveability Index 2026 der Economist Group sieht Kopenhagen ganz oben: 98 von 100 Punkten. Wien, Melbourne und Sydney folgen mit je 97 Punkten. Deutsche Städte? Fehlanzeige. Keine schaffte es unter die Top Ten.

Das freundlichste Land für Einwanderer

Eine Studie von William Russell aus dem Jahr 2026 bewertet Island als das freundlichste Land für Einwanderer: 8,94 von 10 Punkten. Luxemburg und Neuseeland folgen.

Island bietet hohe Verdienstmöglichkeiten – das durchschnittliche Bruttogehalt liegt bei 6.540 Euro. Doch die Lebenshaltungskosten sind überdurchschnittlich: Mietpreise von rund 2.021 Euro pro Monat. 2025 wanderten 317 Deutsche nach Island aus. Die besten Job-Chancen? Energie, IT und Tourismus.

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