Tesla-Diebstahl: Smartphone entriegelt Auto aus 100 Metern Entfernung
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 11:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de
000 Euro Bargeld aus dem Kofferraum – ohne Einbruchsspuren. Der Grund: Ihr Smartphone hielt das Auto über Bluetooth dauerhaft entriegelt.
Smartphone als Schlüssel wird zur Sicherheitsfalle
Die Frau hatte 300.000 Yuan (etwa 38.000 Euro) in bar im Kofferraum deponiert. Tage später bemerkte sie den Diebstahl. Das Fahrzeug wies keinerlei Aufbruchspuren auf.
Die Polizei wertete die Bordcomputer-Daten aus. Ergebnis: Der Wagen war zum Tatzeitpunkt nicht verriegelt. Die Bluetooth-Verbindung des Smartphones hatte die Türen geöffnet.
Das Problem: Das Mobiltelefon der Besitzerin befand sich in der Wohnung – aber in Reichweite des vor dem Haus geparkten Teslas. Das System interpretierte die Nähe als Autorisierung und ließ die Türen offen.
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Die Ermittler identifizierten zwei Entriegelungsvorgänge in den frühen Morgenstunden. Überwachungskameras halfen, den Tatverdächtigen zu fassen. Die Behörden stellten das gesamte Diebesgut sicher.
Der Fall zeigt die Schwachstelle sensorgesteuerter Entriegelung: Reicht die räumliche Trennung zwischen Schlüssel und Fahrzeug nicht aus, bleibt das Auto ungeschützt.
Apple baut Car-Key-Programm aus
Trotz solcher Sicherheitslücken treibt die Branche die digitale Schlüsseltechnologie voran. In der Entwickler-Beta von iOS 27 fanden sich Hinweise auf neue Partner.
Ein Software-Entwickler entdeckte Code-Einträge, die auf eine Unterstützung von Lucid und Xiaomi hindeuten. Lucid war bereits auf der WWDC 2025 als Partner genannt worden. Die Integration von Xiaomi kommt überraschend.
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Bereits Anfang Juli tauchten zudem Hinweise auf eine Einbindung von Volkswagen im Backend-Code auf. Apple und die Hersteller schweigen offiziell. Die finale iOS-Version erscheint voraussichtlich im September.
Aktuell unterstützt Apples Car-Key-Programm Hersteller wie BMW, Hyundai, Mercedes-Benz und BYD. Die Systeme setzen auf verschiedene Funkstandards – der Spagat zwischen Komfort und Sicherheit bleibt die größte Herausforderung.
Neue EU-Vorschrift: Autos müssen Fahrer überwachen
Parallel zur digitalen Schlüsseltechnik verschärft die EU die Sicherheitsanforderungen. Seit dem 7. Juli 2026 müssen alle Neuwagen mit einem fortschrittlichen Ablenkungswarner (ADDW) ausgestattet sein.
Infrarotkameras überwachen permanent die Aufmerksamkeit des Fahrers. Die Datenverarbeitung erfolgt laut Verordnung lokal im Fahrzeug – ein wichtiger Punkt für den Datenschutz.
Auch wenn diese Technik primär der Unfallprävention dient: Sie markiert einen weiteren Schritt zur vollständigen Digitalisierung des Fahrzeuginnenraums.
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