Ballaststoffe: Deutsche essen täglich 12 Gramm zu wenig
03.07.2026 - 23:35:06 | boerse-global.de
Während die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) mindestens 30 Gramm täglich empfiehlt, landen im Schnitt nur 18 bis 19 Gramm auf dem Teller. Ein neuer Trend namens Fibermaxxing will das ändern.
Hülsenfrüchte als heimliche Superhelden
Im Mittelpunkt stehen Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte. Besonders Hülsenfrüchte punkten: Eine halbe Tasse Linsen liefert rund 9 Gramm Eiweiß und 8 Gramm Ballaststoffe. Auch Mehle aus Körnererbsen, Ackerbohnen oder Süßlupinen enthalten zwischen 10 und 36 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm.
Vollkornprodukte wie Quinoa sowie Chia- und Leinsamen gehören ebenfalls zur nährstoffoptimierten Ernährung. Für die Proteinzufuhr gilt ein Orientierungswert von 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht.
75 Kilo Lebensmittel pro Person landen im Müll
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Doch die richtige Auswahl allein reicht nicht. Rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle fallen jährlich in Deutschland an – 60 Prozent davon in Privathaushalten. Pro Kopf sind das 75 Kilogramm Verschwendung pro Jahr.
Die Initiative „Zu gut für die Tonne!“ startet im Herbst eine Aktionswoche unter dem Motto „Alles auf dem Zettel!“. Ziel: Verbraucher zur präzisen Einkaufsplanung zu bewegen. Wer seinen Einkauf strukturiert, vermeidet Impulskäufe und behält den Überblick über vorhandene Vorräte.
Kochen lernen in der Schule
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Auch die Branche selbst investiert in Qualifikation. Fachkräfte in Pflegezentren absolvieren spezielle Weiterbildungen zu diätetisch geschulten Köchen. Gleichzeitig zieht Ernährungsbildung in die Schulen ein – etwa durch internationale Kochprojekte.
An einer Realschule in Marktbreit lernten Schüler Mitte Juni praktische Kochkompetenzen. Finanziert durch Benefizveranstaltungen und Schulgärten. Die Botschaft: Wer versteht, wo Essen herkommt, geht bewusster damit um.
