Ballaststoffe, Gramm

Ballaststoffe: 30 Gramm täglich senken Risiko für Herzerkrankungen

03.06.2026 - 13:53:15 | boerse-global.de

Lidl fördert mit Planetary Health Diet nachhaltige Ernährung. Neue Trends wie Fibremaxxing und günstige Eigenmarken zeigen: Gesund essen muss nicht teuer sein.

Ballaststoffe: 30 Gramm täglich senken Risiko für Herzerkrankungen - Bild: über boerse-global.de
Ballaststoffe: 30 Gramm täglich senken Risiko für Herzerkrankungen - Bild: über boerse-global.de

Doch immer mehr Initiativen, Unternehmen und wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen: Es geht auch anders.

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Lidl setzt auf Planetary Health Diet

Beim Bild-Kindergesundheitsgipfel Anfang Juni in Berlin machte der Lebensmittelhändler Lidl klar, wohin die Reise geht. Das Unternehmen richtet seine Strategie an der sogenannten Planetary Health Diet aus – einer pflanzenbetonten Ernährung, die sowohl der Gesundheit als auch dem Klima zugutekommt.

Seit 17 Jahren kooperiert Lidl mit dem Verein brotZeit. Jährlich werden so rund 970 Tonnen Lebensmittel an etwa 22.500 Kinder verteilt. Die direkte Versorgung ist aber nur ein Teil des Engagements.

Informationsoffensive für Verbraucher

Am 18. Juni lädt das Bürgerzentrum Biblis zu einer Informationsveranstaltung ein. Thema: gesunde Ernährung mit kleinem Budget. Referenten der Verbraucherzentrale Hessen zeigen, wie nachhaltige Speisepläne kosteneffizient aussehen können.

Parallel dazu bereitet das ZDF die zweite Staffel von „Besseresser goes Schule“ vor. Die Serie, die für Herbst 2026 geplant ist, nimmt die Ernährungsgewohnheiten von Jugendlichen kritisch unter die Lupe.

Fibremaxxing: Der Ballaststoff-Trend aus sozialen Medien

Ein aktueller Hype in sozialen Netzwerken heißt „Fibremaxxing“ – die Maximierung der Ballaststoffzufuhr. Fachgesellschaften empfehlen 30 Gramm pro Tag. Die Realität sieht anders aus: In Deutschland und der Schweiz liegt der Durchschnittskonsum bei etwa 20 Gramm.

Dabei könnte eine ballaststoffreiche Lebenweise Krankheiten vorbeugen. Studien zeigen: Sie senkt das Risiko für Herzerkrankungen, Diabetes und Darmkrebs. Besonders alarmierend: Seit 1980 steigt die Zahl der Darmkrebsfälle bei unter 50-Jährigen in der Schweiz. Weltweit werden etwa zehn Prozent der Fälle auf zu wenig Ballaststoffe zurückgeführt. Experten empfehlen daher bis zu 30 verschiedene Pflanzenarten pro Woche.

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Konservierungsstoffe: Vorsicht, aber keine Panik

Kontrovers diskutiert wird die Rolle von Konservierungsstoffen. Die französische Nutrinet-Santé-Studie deutet auf Zusammenhänge zwischen bestimmten Zusatzstoffen und einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck und Herzkreislauferkrankungen hin.

Mediziner der Charité bremsen jedoch: Beobachtungsstudien belegen keine direkte Kausalität. Oft enthalten ungesunde Lebensmittel insgesamt eine hohe Dichte an Zusatzstoffen – der einzelne Stoff ist nicht zwingend der Übeltäter.

Bielefelder Mensen setzen auf Biertreber

In der Gemeinschaftsgastronomie tut sich etwas. Seit Anfang April 2026 verwenden Bielefelder Mensen eine pflanzliche Proteinbasis aus Biertreber. Das Nebenprodukt der Bierherstellung ersetzt herkömmliche Zutaten und spart laut Betreibern signifikant CO2 ein.

Eine Aktionswoche im Juni 2026 soll gesunde Gerichte wie Buddha Bowls oder vegane Variationen fest im Speiseplan verankern. Dass pflanzenbasierte Ernährung ökologische Vorteile bringt, ist bekannt. Bereits eine FAO-Studie von 2006 identifizierte die Tierwirtschaft als Hauptursache der Klimakrise.

Der durchschnittliche Fleischkonsum in Deutschland liegt bei 55 Kilogramm pro Jahr. Eine rein pflanzliche Ernährung könnte die CO2-Emissionen pro Person um etwa 430 Kilogramm pro Jahr senken.

Steuerpolitik und BAföG: Der finanzielle Rahmen

Die Politik hat die Zeichen erkannt. Seit dem 1. Januar 2026 gilt in der deutschen Gastronomie ein gesenkter Umsatzsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen. Das soll die Kosten für Verbraucher dämpfen.

Weniger rosig sieht es bei der BAföG-Finanzierung aus. Geplante Erhöhungen der Wohnkostenpauschale zum kommenden Wintersemester sind unsicher. Grund sind Unstimmigkeiten innerhalb der Koalition.

Discounter-Produkte schneiden gut ab

Aktuelle Warentests im Juni 2026 liefern eine gute Nachricht für Sparfüchse: Preiswerte Eigenmarken des Handels schneiden bei Qualitätsprüfungen oft hervorragend ab. Hamburger-Patties eines Discounters wurden zum Testsieger gekürt. Auch Gemüseprodukte und Reinigungsmittel erhielten Bestnoten.

Die Botschaft ist klar: Eine gesundheitsbewusste und nachhaltige Lebensweise muss nicht teuer sein. Wer auf geprüfte Qualitätsstandards achtet, kann Geld sparen und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun.

de | wissenschaft | 69476870 |