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Azure Linux 4: Microsoft stellt Cloud-OS als ISO-Datei bereit

02.07.2026 - 21:35:06 | boerse-global.de

Microsoft veröffentlicht Azure Linux 4 als ISO-Datei für lokale Tests. Die Distribution basiert auf Fedora und ist für Cloud-native Workloads optimiert.

Azure Linux 4: Microsofts Cloud-OS jetzt als ISO zum Testen
Azure - Serverrack mit blauen Lichtern und holografischem Linux-Terminal, Cloud-Computing und Open-Source-Betriebssysteme darstellend. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Microsoft macht sein internes Linux-System Azure Linux 4 als ISO-Datei verfügbar – Entwickler können es nun lokal testen.

Der Cloud-Riese erweitert damit den Zugang zu seiner hauseigenen Linux-Distribution. Seit Juni als öffentliche Vorschau verfügbar, lässt sich das Betriebssystem nun in virtuellen Maschinen testen und für automatisierte Bereitstellungen nutzen – bevor es in die Cloud wandert.

Technische Basis: Fedora als Fundament

Die neueste Version von Azure Linux markiert einen strategischen Wandel. Statt auf Eigenentwicklungen setzt Microsoft nun auf Fedora als Grundlage. Das bringt moderne Werkzeugketten ins Haus, während der Konzern weiterhin selbst bestimmt, welche Pakete für Cloud-native Arbeitslasten zum Einsatz kommen.

Das System läuft auf x86-64- und Arm64-Architekturen. Technisch setzt Azure Linux 4 auf Kernel 6.18 LTS und systemd 258.4. Die Paketverwaltung übernimmt dnf5, ergänzt durch glibc 2.42, OpenSSL 3.5 und Python 3.14.

Besonders bemerkenswert: Die ISO-Datei wiegt nur rund ein Gigabyte. Nach der Installation genügen dem System 359 MB RAM und 1,1 GB Festplattenspeicher. Eine grafische Oberfläche sucht man vergebens – die Verwaltung erfolgt ausschließlich über die Kommandozeile.

Zwei Varianten für unterschiedliche Einsatzzwecke

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Microsoft liefert Azure Linux 4 in zwei Geschmacksrichtungen aus: die Standard-Distribution und Azure Container Linux (ACL). Letztere ist eine unveränderliche Version, die speziell für Kubernetes-Umgebungen entwickelt wurde.

Die ACL-Variante kommt ohne Paketverwaltung aus und setzt standardmäßig auf SELinux (Security-Enhanced Linux). Das soll die Sicherheit containerisierter Anwendungen erhöhen.

Beide Versionen teilen sich denselben Kernel und denselben Update-Rhythmus: monatliche Sicherheitspatches und ein jährliches Hardware-Enablement (HWE)-Kernel-Update. Microsoft arbeitet zudem an der FIPS 140-3-Zertifizierung für die Plattform.

Strategische Bedeutung und Grenzen

Der Vorstoß ist Teil einer größeren Strategie: Microsoft will seine Abhängigkeit von Drittanbieter-Distributionen wie CentOS oder VMware Photon OS reduzieren. Dass das Konzept funktioniert, zeigt der erfolgreiche Umzug von LinkedIn auf Azure Linux – ein Beweis für die Skalierbarkeit des Systems.

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Azure Linux 4 setzt auf Fedora und bringt Kernel 6.18 LTS mit – ideal für Cloud-native Workloads. Aber wie schlägt es sich im Vergleich zu CentOS oder Photon OS? Unser Report liefert den direkten Vergleich und eine Checkliste für den Umstieg. Vergleichsreport jetzt sichern

Doch Microsoft zieht klare Grenzen: Produktiveinsätze außerhalb der Azure-Cloud sind nicht vorgesehen. Offiziellen Enterprise-Support gibt es nur für Azure-Szenarien: virtuelle Maschinen, Azure Kubernetes Service (AKS) und Container-Deployments. Auch die Installation auf Bare-Metal-Hardware wird nicht unterstützt.

Manche Branchenbeobachter spekulieren, dass Azure Linux langfristig die Rolle von Windows Server in Cloud-nativen Umgebungen infrage stellen könnte. Microsoft selbst sieht die Distribution jedoch nicht als formellen Ersatz für Windows Server vor Ort. Zusatzkosten entstehen für Azure-Nutzer durch das System nicht.

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