Apple, MacBook

Apple ab Juli: MacBook Air +200 Dollar, iPad +100 Dollar teurer

01.07.2026 - 18:47:53 | boerse-global.de

Apple verteuert MacBooks, iPads und weitere Hardware weltweit. Grund ist die durch den KI-Boom ausgelöste Verknappung von Speicherchips.

Apple erhöht MacBook- und iPad-Preise wegen Chip-Knappheit
Apple - Moderner Laptop auf einem Schreibtisch, Bildschirm mit steigenden Finanzcharts, dezente Mikrochip-Symbole im unscharfen Hintergrund. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Konzern hat zum 1. Juli 2026 die Preise zahlreicher Hardware-Produkte angehoben – von Einstiegs-MacBooks über iPads bis hin zur Profi-Hardware. Grund ist eine weltweite Knappheit bei Speicherchips, ausgelöst durch den Boom der Künstlichen Intelligenz.

MacBook Neo: 100 Dollar Aufschlag

Das MacBook Neo, bislang Apples günstigster Laptop für 599 Dollar, kostet nun 699 Dollar in den USA. Auch international zogen die Preise an. In Singapur stieg der Preis von 899 auf 999 Singapur-Dollar, in Indien von umgerechnet rund 70.000 auf 80.000 Rupien.

Doch der Neo ist nur die Spitze des Eisbergs. Das 13-Zoll MacBook Air startet jetzt bei 1.299 Dollar (zuvor 1.099 Dollar), das 15-Zoll-Modell bei 1.499 Dollar. Besonders heftig traf es die Profi-Reihe: Das Mac Studio M3 Ultra verteuerte sich in einigen Märkten um umgerechnet rund 1.500 Euro. Ein voll ausgestattetes 16-Zoll MacBook Pro kostet nun stolze 9.999 Dollar.

Auch die iPad-Familie blieb nicht verschont. Das Basismodell kostet jetzt 449 Dollar, das iPad Pro 11 Zoll 1.199 Dollar. Apple TV 4K, HomePod und die Vision Pro (nun ab 3.699 Dollar) wurden ebenfalls teurer. Einzige Ausnahme: iPhone, Apple Watch und AirPods bleiben vorerst auf dem alten Preisniveau.

KI-Boom treibt Speicherpreise in die Höhe

Apple und Branchenanalysten führen die Preisschübe auf eine beispiellose Verknappung von Komponenten zurück – insbesondere bei Arbeitsspeicher. Der rasant wachsende Bedarf an KI-Rechenzentren zieht Halbleiterkapazitäten ab, die nun im Consumer-Bereich fehlen.

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Die Zahlen sind dramatisch: Die Preise für RAM schossen im dritten Quartal 2025 um 171 Prozent nach oben. Ein 32-Gigabyte-DDR5-Riegel kostete Ende 2025 noch 94 Dollar – im ersten Quartal 2026 waren es bereits 282 Dollar. Apple-Finanzchef Luca Maestri hatte bereits im April gewarnt, dass die steigenden Komponentenkosten auf Dauer nicht tragbar seien.

Branchenexperten rechnen mit einer mehrjährigen Angebotslücke. Erste Entspannung wird frühestens für 2027 oder 2028 erwartet. Einige Prognosen gehen sogar davon aus, dass das Ungleichgewicht bis 2030 anhalten könnte.

Markt mit Gegenwind – Kunden reagieren verärgert

Die Preiserhöhungen kommen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Marktforscher von TrendForce sagen für 2026 einen Rückgang der weltweiten Notebook-Auslieferungen um 13,6 Prozent voraus. Zwar wird Apple voraussichtlich 23,1 Millionen Notebooks ausliefern – ein zweistelliges Plus zum Vorjahr – doch Analysten warnen: Die höheren Preise könnten preissensible Kunden zu Windows-Alternativen treiben.

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In Ländern wie Indien, wo die Kosten für manche MacBook- und iPad-Konfigurationen um bis zu 70 Prozent gestiegen sind, setzt Apple verstärkt auf Bildungsrabatte und Ratenzahlungen. In sozialen Netzwerken wie Reddit mehren sich frustrierte Stimmen. Einige Nutzer erwägen den Abschied vom Apple-Ökosystem, andere schielen auf generalüberholte Modelle, um die neuen Aufschläge zu umgehen.

Führungswechsel zum September

Die Preisoffensive fällt in eine phase des Umbruchs an der Konzernspitze. Tim Cook, der Apple durch die aktuellen Lieferkettenkrisen geführt hat, wird am 1. September 2026 von John Ternus als CEO abgelöst.

Apple ist nicht der einzige Hersteller, der die Preise anzieht. Auch Microsoft und Nintendo haben aufgrund der gleichen Halbleiter- und Materialkostensteigerungen Preiserhöhungen für Konsolen und Komponenten angekündigt oder bereits umgesetzt. Der Druck auf die gesamte Branche bleibt enorm.

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