Android-Sicherheit, NFC-Angriffe

Android-Sicherheit: NFC-Angriffe schießen um 188 Prozent in die Höhe

31.05.2026 - 19:32:16 | boerse-global.de

Oracle gerät wegen unzureichender Java-Sicherheitsarchitektur unter Druck. Experten fordern Modernisierung, während Schwachstellen und Angriffe zunehmen.

Android-Sicherheit: NFC-Angriffe schießen um 188 Prozent in die Höhe - Foto: über boerse-global.de
Android-Sicherheit: NFC-Angriffe schießen um 188 Prozent in die Höhe - Foto: über boerse-global.de

Der Softwarekonzern Oracle steht wegen der mangelhaften Sicherheitsarchitektur seiner Java-Plattform massiv in der Kritik. Experten bemängeln, dass das Unternehmen notwendige Modernisierungen versäumt habe, während Java weiterhin eines der Hauptziele für Schadsoftware-Angriffe bleibt.

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Modernisierungsstau bei Java

Der Sicherheitsforscher Roel Schouwenberg von Kaspersky wies in einer aktuellen Bewertung darauf hin, dass Oracle im Gegensatz zu Microsoft, Adobe oder Google keine ausreichenden Sandboxing-Maßnahmen implementiert habe. Diese Technologie isoliert Programme in einer geschützten Umgebung, sodass Schadcode nicht auf das restliche System übergreifen kann.

Während Wettbewerber solche Schutzmechanismen fest in ihre Produkte integriert hätten, bleibe Java hinter den aktuellen Sicherheitsstandards zurück. Oracle selbst reagierte bisher nicht auf Anfragen zu den Vorwürfen.

Bedrohungslage eskaliert

Die Kritik fällt in eine Zeit drastisch steigender Sicherheitslücken. Branchenanalysten von Certitude beobachteten von Januar bis April eine Verdopplung der gemeldeten Schwachstellen auf durchschnittlich 184 neue Fälle pro Tag.

Der Verizon Data Breach Investigations Report 2026 unterstreicht die Relevanz: Rund 31 Prozent aller Sicherheitsverletzungen gehen direkt auf Software-Schwachstellen zurück. Hinzu kommt der Missbrauch von Zugangsdaten – 83 Prozent aller Vorfälle basieren auf kompromittierten Nutzerdaten.

Neue Schutzverfahren als Antwort

Google führt für den Chrome-Browser unter Windows sogenannte Device-Bound Session Credentials (DBSC) ein. Das Verfahren bindet Cookies kryptografisch an die Hardware des Nutzers. Gestohlene Sitzungsdaten werden so für Angreifer wertlos.

Das britische National Cyber Security Centre (NCSC) empfahl Ende Mai die flächendeckende Nutzung von Passkeys und biometrischer Authentifizierung. In Indien habe die Umstellung auf solche Standards Betrugsfälle bereits um rund 50 Prozent reduziert.

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Smartphone-Nutzer im Visier

Die Sicherheitslage verschärft sich auch bei mobilen Betriebssystemen. Kaspersky-Experten meldeten für die ersten Monate des Jahres einen Anstieg von NFC-Angriffen auf Android-Smartphones um 188 Prozent. Angreifer nutzen Phishing-Kits wie „Lighthouse“, um Finanztransaktionen zu manipulieren.

In Deutschland entstanden dadurch bereits Schäden im fünfstelligen Euro-Bereich bei Kunden verschiedener Großbanken. Sicherheitsexperten fordern von Oracle eine schnellere Anpassung an moderne Standards – bevor die nächste Angriffswelle rollt.

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