Alzheimer-Risiko: Bluttest sagt Demenz Jahre voraus mit 78%
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 02:40 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der Marker p-tau217 liefert Prognosen, die bildgebenden Verfahren und Gentests überlegen sind.
Hohe Vorhersagekraft bei symptomfreien Senioren
Eine internationale Studie mit knapp 2.700 kognitiv gesunden Probanden zeigt die beeindruckende Genauigkeit des neuen Verfahrens. Die Teilnehmer aus Nordamerika, Japan und Australien wurden über durchschnittlich 5,4 Jahre beobachtet. Die Ergebnisse veröffentlichte das Fachjournal JAMA im Juli 2026.
Warum Ihr Arzt Ihre Blutwerte möglicherweise falsch deutet – und was Sie dagegen tun können. Ein Biologe und Vitalstoffexperte deckt auf, wie häufig Laborwerte fehlinterpretiert werden und wie Sie sich mit dem richtigen Wissen schützen können. Kostenlosen Laborwerte-Selbstcheck jetzt sichern
Personen mit sehr hohen p-tau217-Werten hatten ein absolutes Risiko von 38 Prozent, innerhalb von fünf Jahren erste Demenzsymptome zu entwickeln. Nach zehn Jahren stieg diese Wahrscheinlichkeit auf 78 Prozent. Bei moderat erhöhten Werten lag das Risiko nach fünf Jahren bei 15 Prozent, nach zehn Jahren bei 45 Prozent. Männer und ältere Menschen waren tendenziell stärker gefährdet.
Kostengünstige Alternative zu PET-Scans
Der Bluttest liefert prognostische Informationen, die unabhängig von Amyloid-PET-Hirnscans oder dem APOE4-Genstatus sind. Das macht ihn zu einer wertvollen Ergänzung der bestehenden Diagnostik.
Während neue Bluttests das Risiko frühzeitig bestimmen, zeigen Experten, wie Sie Ihre geistige Fitness im Alltag aktiv unterstützen können. Der kostenlose Ratgeber liefert 11 praktische Übungen, mit denen Sie Demenz gezielt vorbeugen und Ihr Gedächtnis stärken. 11 Alltagsübungen für das Gehirn kostenlos herunterladen
Fachleute sehen darin eine kostengünstige und weniger invasive Alternative zur Positronen-Emissions-Tomographie (PET) oder zur Untersuchung von Nervenwasser. Bereits jetzt wird der Test in der Forschung eingesetzt, um Hochrisikopersonen für klinische Studien zu identifizieren. Das könnte die Entwicklung präventiver Medikamente beschleunigen, bevor irreversible Hirnschäden eintreten.
Noch kein flächendeckendes Screening
Trotz der hohen Prognosegüte raten Experten zur Vorsicht. Ein erhöhtes Risiko müsse nicht zwangsläufig zum Ausbruch der Krankheit führen. Derzeit wird der Test vor allem bei Patienten mit bestehenden Gedächtnisproblemen empfohlen.
Im Mai 2026 erhielten zwei entsprechende Bluttests die CE-Zertifizierung. Die Kosten liegen bei etwa 50 Schweizer Franken. Langfristig soll sich der p-tau217-Test ähnlich etablieren wie Cholesterintests in der Herz-Kreislauf-Vorsorge – als Standardinstrument für frühzeitige Prävention.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
