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Play Store: Google öffnet sich für fremde App-Stores ab 22. Juli

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 02:41 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Ab dem 22. Juli 2026 erlaubt Google den Download konkurrierender App-Marktplätze direkt aus dem Play Store. Das Play Catalog Access Programm regelt die Integration unter strengen Auflagen.

Google vs. Epic Games: Fremde App-Stores bald im Play Store
Mehrere App-Store-Logos, darunter Google Play, auf einem Smartphone-Bildschirm, die Wettbewerb und Auswahl bei der Verteilung mobiler Apps darstellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ab dem 22. Juli 2026 dürfen US-Nutzer fremde App-Stores direkt im Google Play Store herunterladen – eine Zäsur für das Android-Ökosystem.

Die beiden Unternehmen haben ihren gemeinsamen Antrag auf Abänderung einer gerichtlichen Verfügung zurückgezogen. Damit ist der Weg frei für tiefgreifende Veränderungen: Richter Donato hatte Google verpflichtet, konkurrierenden Marktplätzen den Zugang zur eigenen Plattform zu gewähren. Der Beschluss beendet vorerst die juristischen Auseinandersetzungen um die Durchsetzung der Kartellauflagen.

Das Play Catalog Access Program

Die Integration fremder App-Stores erfolgt über ein neues Programm namens Play Catalog Access. Drittanbieter erhalten damit Zugriff auf den Google-Play-Katalog, um ihre eigenen Angebote zu bestücken. Allerdings gilt diese Regelung vorerst nur für die USA – eine weltweite Ausweitung bleibt ungewiss.

Die Teilnahme ist an strenge Auflagen geknüpft. Bewerber müssen als seriöse Unternehmen gelten und eine Schadsoftware-Rate von unter einem Prozent aller Installationsversuche vorweisen. Hinzu kommen finanzielle Hürden: eine einmalige Gebühr von 5.000 Dollar sowie ein jährlicher Beitrag in gleicher Höhe. Umgerechnet sind das rund 4.600 Euro pro Zahlung.

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Technische Kontrolle bleibt bei Google

Obwohl konkurrierende Stores künftig im Play Store sichtbar und herunterladbar sind, behält Google die technische Hoheit. Sämtliche Downloads, die über alternative Marktplätze angestoßen werden, laufen weiterhin über die Google-Play-Infrastruktur.

Das sichert dem Konzern weiterhin Einnahmen: Google erhebt weiterhin Servicegebühren auf Transaktionen. Allerdings hat das Unternehmen im Zuge des Epic-Rechtsstreits sein Abrechnungssystem geöffnet. Entwickler können nun alternative Zahlungsdienste anbieten – Googles Provision sinkt dann auf zehn Prozent. Branchenbeobachter berichten, dass zuvor Provisionen von bis zu 20 Prozent üblich waren.

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Entwickler können Apps zurückziehen

Das neue System gibt Entwicklern ein Mitspracherecht. Standardmäßig werden alle Play-Store-Listings mit den Drittanbieter-Marktplätzen geteilt. Wer seine Apps nicht in fremden Stores sehen möchte, kann bis zum 22. Juli 2026 widersprechen.

Außerhalb der USA bleibt alles beim Alten: Wer alternative App-Stores nutzen will, muss weiterhin auf Sideloading zurückgreifen – das manuelle Installieren von Apps außerhalb des offiziellen Stores. Die gerichtlich erzwungenen Änderungen gelten ausschließlich für den US-Markt.

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