Verdi-Streiks, Warnaktionen

Verdi-Streiks: Warnaktionen am 3. Juli in sieben Bundesländern

02.07.2026 - 19:04:22 | boerse-global.de

Verdi und NGG rufen zu bundesweiten Warnstreiks auf. Arbeitgeberangebote gelten als unzureichend, Verhandlungen stocken.

Verdi und NGG weiten Streiks in Handel und Industrie aus
Verdi-Streiks - Nahaufnahme eines Protestschilds, das von einem Demonstranten vor einem Einzelhandelsgeschäft gehalten wird, mit weiteren Protestierenden im Hintergrund. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Für Freitag sind bundesweite Arbeitsniederlegungen geplant.

Streiks in mehreren Bundesländern

Am heutigen Donnerstag legten Beschäftigte in Baden-Württemberg die Arbeit nieder. In Freiburg blieben Kaufland, Primark, H&M und Ikea ganztägig geschlossen. Verdi fordert dort 300 Euro mehr monatlich sowie 150 Euro extra für Azubis. Die Arbeitgeber boten zuletzt 2 Prozent ab Oktober 2026 und 1,5 Prozent ab Juli 2027 – für die Gewerkschaft viel zu wenig.

In Nordrhein-Westfalen lehnte Verdi am Mittwoch ein verbessertes Angebot für die rund 700.000 Beschäftigten ab. Nun drohen weitere Streiks im bevölkerungsreichsten Bundesland. In den vergangenen Tarifjahren waren die Entgelte immerhin um 14 Prozent gestiegen.

Bundesweite Aktionen am Freitag

Für den 3. Juli ruft Verdi zu großflächigen Warnstreiks auf. Kundgebungen sind in Berlin, Hamburg, Dortmund, Hannover, Braunschweig, Oldenburg und Wiesbaden geplant. Beteiligen werden sich Beschäftigte von Rewe, Edeka, Kaufland, H&M und IKEA.

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Die Kernforderung: 7 Prozent mehr Lohn, mindestens 225 Euro monatlich – bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber bieten 2,4 Prozent ab November 2026 und weitere 2 Prozent ab August 2027, verteilt auf zwei Jahre. Kein Wunder, dass die Gewerkschaft das als unzureichend zurückweist. Die Verhandlungen sollen nächste Woche weitergehen.

Auch Lebensmittelindustrie und Pharmagroßhandel betroffen

Die Gewerkschaft NGG rief heute die 2.500 Beschäftigten von Dr. Oetker in Bielefeld und Oerlinghausen zum Warnstreik. Gefordert: 5,7 Prozent mehr Lohn für twelve Monate. Das Unternehmen bietet lediglich 2 Prozent. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 8. Juli angesetzt.

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Bereits am Mittwoch legten mehrere hundert Beschäftigte im Pharmagroßhandel in Niedersachsen und Bremen die Arbeit nieder. Betroffen waren Standorte von GEHE in Delmenhorst, Phoenix in Oldenburg sowie AHD in Bremen und Harsum. Auch hier fordert Verdi 7 Prozent mehr, mindestens 250 Euro. Das Arbeitgeberangebot von 1,8 Prozent für dieses und 1,6 Prozent für nächstes Jahr? Abgelehnt.

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