Urlaubsfahrten, ADAC

Urlaubsfahrten: ADAC warnt vor Bußgeldern bis 935 Euro

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 07:03 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Der ADAC informiert über drastische Strafen und Kostenfallen für Autofahrer im europäischen Ausland. Besonders Norwegen und die Niederlande drohen mit hohen Bußgeldern.

ADAC warnt: Hohe Bußgelder und Mautfallen im EU-Urlaub
Ein Auto-Armaturenbrett mit einer unscharfen Karte und einem Smartphone, das eine Navigations-App anzeigt, eine Hand hält eine Kreditkarte. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der ADAC hat am heutigen Samstag vor erheblichen Kostenfallen bei Urlaubsfahrten in Europa gewarnt. Besonders bei Verkehrsverstößen, Mautgebühren und Tankstopps drohen teils dreistellige Sanktionen.

Drastische Bußgelder im Nachbarland

Die Bußgeldkataloge fallen in vielen Ländern deutlich strenger aus als in Deutschland. Spitzenreiter ist Norwegen: Wer dort 20 km/h zu schnell fährt, zahlt 750 Euro. Die Nutzung des Handys am Steuer kostet sogar 935 Euro.

Auch die Niederlande langen kräftig zu. Für Geschwindigkeitsüberschreitungen werden mindestens 230 Euro fällig, für Handynutzung 440 Euro. In Österreich ist die deutsche Parkscheibe ungültig – das kostet ab 21 Euro.

Und ab dem 1. Oktober 2026 gilt in Spanien eine neue Pflicht: Auf Autobahnen und Schnellstraßen muss eine Rettungsgasse gebildet werden. Bei Missachtung drohen 200 Euro Bußgeld.

Maut-Dschungel in Europa

Die Straßennutzung variiert stark von Land zu Land. Österreich, die Schweiz, Slowenien und Tschechien setzen auf Vignetten. In Italien, Frankreich und Kroatien wird streckenabhängig abkassiert.

Besondere Vorsicht ist in Frankreich geboten: Digitale Mautbrücken verlangen Zahlung innerhalb von 72 Stunden. Sonst drohen Strafen bis zu 375 Euro.

Und wer nach Belgien reist, sollte sich auf Neuerungen einstellen: Ab Anfang 2027 plant das Land eine streckenbezogene Maut für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Elektroautos sollen dann etwa 90 Euro pro Jahr kosten, ältere Verbrenner bis zu 125 Euro. Kurzzeitvignetten sind ebenfalls geplant.

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Wer in Umweltzonen unterwegs ist – etwa in Frankreich, Belgien, Spanien oder Italien – sollte zudem die geltenden Regeln kennen. Sonst drohen unerwartete Bußgelder.

Tanken: Bis zu 60 Cent Unterschied pro Liter

Die Spritpreise unterscheiden sich massiv. Laut ADAC-Analyse sind bis zu 60 Cent pro Liter möglich. Günstiger tanken Urlauber in Polen, Tschechien, Österreich, Kroatien, Belgien und Spanien. Deutlich teurer wird es in den Niederlanden und Dänemark.

Betrugsmaschen im Urlaub

Neben behördlichen Kostenfallen warnt der ADAC vor kriminellen Aktivitäten. In Italien ist der sogenannte Spiegeltrick verbreitet, in Spanien werden Pannen vorgetäuscht, um Reisende zu bestehlen. In Ungarn, Polen oder Serbien treten falsche Pannenhelfer auf – teilweise mit gestohlenen ADAC-Logos.

Der Club stellt klar: Im Ausland betreibt er keine eigene Straßenwacht. Im Notfall hilft die zentrale Auslandsnotrufnummer in München.

Vorsicht bei Sharing-Diensten

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Auch bei Mietwagen oder Sharing-Angeboten ist juristische Wachsamkeit gefragt. Die Verbraucherzentrale Berlin rät, die AGB genau auf Haftungsklauseln zu prüfen. Hintergrund ist eine Abmahnung gegen einen Anbieter, der Nutzer pauschal für alle Schäden haftbar machen wollte. Juristisch zulässig ist eine Haftung nur bei Vorsatz oder Fahrlässigkeit.

Für Ibiza-Urlauber gilt seit Anfang Juli eine neue Regel: Die Gemeinde Sant Josep verhängt Bußgelder von bis zu 500 Euro für Käufe bei illegalen Strandhändlern. Grund ist der Kampf gegen organisierte Kriminalität.

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