Spirituosensteuer, Kabinett

Spirituosensteuer: Kabinett beschließt 20-Prozent-Erhöhung ab 2027

07.07.2026 - 04:51:51 | boerse-global.de

Die Alkoholsteuer auf Spirituosen steigt ab 2027 um 20 Prozent. Der Fiskus erwartet jährliche Mehreinnahmen von bis zu 455 Millionen Euro.

Spirituosensteuer: Bundesregierung beschließt 20-Prozent-Erhöhung
Spirituosensteuer - Nahaufnahme verschiedener Spirituosenflaschen auf einer dunklen Oberfläche, die eine geplante Steuererhöhung symbolisieren. 07.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Kabinettsbeschluss vom 6. Juli sieht eine Erhöhung der Spirituosensteuer um 20 Prozent vor – pünktlich zum 1. Januar 2027.

Der Steuersatz für reinen Alkohol steigt von 13,03 Euro auf 15,64 Euro pro Liter. Betroffen sind nicht nur Wodka, Rum und Korn, sondern auch Sekt, Champagner, Likörweine und Alkopops. Die Bier- und Weinsteuer bleibt unangetastet.

Kasse klingelt – und die Gesundheit profitiert

Der Fiskus rechnet mit jährlichen Mehreinnahmen zwischen 400 und 455 Millionen Euro. Finanzminister Lars Klingbeil begründet die Maßnahme jedoch nicht nur mit Haushaltslöchern. „Es geht auch um Gesundheitsschutz“, ließ er verlauten.

Eine Fachkommission hatte sogar drei aufeinanderfolgende Anhebungen bis 2029 empfohlen. Die Experten versprechen sich davon eine präventive Wirkung: Langfristig könnten jährlich rund 1.000 alkoholbedingte Krebsfälle vermieden werden.

Zuckersteuer kommt – Details noch offen

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Parallel zur Alkoholsteuer plant die Regierung eine Abgabe auf zuckerhaltige Limonaden. Konkrete Ausgestaltungen liegen bislang nicht vor. Klar ist: Der Gesundheitsaspekt gewinnt in der Haushaltspolitik an Gewicht.

Der gesamte Haushaltsentwurf für 2027 sieht Ausgaben von 555,4 Milliarden Euro vor. Die Nettokreditaufnahme liegt bei 118,7 Milliarden Euro. Inklusive Sondervermögen summiert sich die Neuverschuldung auf rund 200 Milliarden Euro.

Verteidigung und Ukraine kosten Milliarden

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Die größten Brocken im Etat: Die Verteidigungsausgaben schnellen auf 109,7 Milliarden Euro hoch – ein Plus von 33 Prozent. Für die Ukraine sind 11,6 Milliarden Euro eingeplant.

Um die Haushaltslöcher zu stopfen – für 2027 auf 21 Milliarden Euro geschätzt, für 2030 sogar auf 47 Milliarden – setzt die Regierung auch auf eine höhere Tabaksteuer und eine neue Plastikabgabe. Gleichzeitig werden 2,7 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds gestrichen.

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