Solarwirtschaft, Millionen

Solarwirtschaft: 6 Millionen Anlagen sparen 250 Mrd. Euro Klimakosten

21.06.2026 - 09:56:12 | boerse-global.de

Photovoltaik sparte von 2020 bis 2025 fossile Energieimporte im Wert von 20 Milliarden Euro ein. Die Branche erzielt aktuell 30 Milliarden Euro Jahresumsatz.

Solarbranche: 20 Milliarden Euro fossile Importe ersetzt
Solarwirtschaft - Eine futuristische Chemieanlage mit leuchtenden Rohren und Behältern, umgeben von grünen Solarmodulen unter klarem Himmel. 21.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Zwischen 2020 und 2025 ersetzten rund sechs Millionen Anlagen fossile Energieimporte im Wert von 20 Milliarden Euro. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) beziffert die vermiedenen Klimaschadenskosten auf bis zu 250 Milliarden Euro.

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Die Branche beschleunigt die Treibhausgasvermeidung rasant. Von den insgesamt 500 Millionen Tonnen CO?-Äquivalenten der letzten 20 Jahre entfielen 270 Millionen Tonnen allein auf den Zeitraum 2020 bis 2025. Aktuell erwirtschaftet die Solarwirtschaft rund 30 Milliarden Euro Jahresumsatz und beschäftigt etwa 120.000 Menschen.

Chemieindustrie setzt auf Bioproduktion

Parallel zum Solarboom rücken Verfahren zur Reduktion prozessbedingter Emissionen in den Fokus. Covestro startete das Projekt Bio-4-Pur-Conti für den weltweit ersten kontinuierlichen Produktionsprozess von bio-basiertem Anilin. Die globale Anilin-Herstellung verursacht jährlich rund 20 Millionen Tonnen CO?.

Das neue Verfahren kombiniert Fermentation von pflanzlichem Zucker mit chemischer Katalyse. An den Standorten Gent und Leverkusen wird es nun bis zur halbindustriellen Demonstration im 1,5-Kubikmeter-Maßstab skaliert.

Fraunhofer UMSICHT bietet zudem Entwicklungsdienstleistungen für die industrielle CO?-Elektrolyse an. Ziel: Kohlendioxid als Kohlenstoffquelle für Chemikalien und nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) nutzbar machen. Experten rechnen damit, dass bis 2050 global mehr als eine Milliarde Tonnen CO? pro Jahr als Rohstoff benötigt werden.

Wasserstoff-Lücke bleibt riesig

Trotz technischer Fortschritte zeigen IEA-Berichte deutliche Hürden bei emissionsarmen Energieträgern. Die weltweite Wasserstoffnachfrage überstieg 2025 erstmals 100 Millionen Tonnen – aber weniger als ein Prozent davon war emissionsarm. Bis 2030 erwarten Experten maximal fünf bis sechs Millionen Tonnen.

Diese Lücke betrifft direkt das Gebäudeenergiegesetz. Ab 2029 müssen neue Gas- und Ölheizungen zu zehn Prozent erneuerbare Brennstoffe wie Wasserstoff oder Biomethan nutzen, bis 2040 steigt die Quote auf 60 Prozent. In Deutschland gibt es derzeit rund 24,1 Millionen Gas- und 8,2 Millionen Ölheizungen.

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