Punktehandel, Euro

Punktehandel: Bis zu 30.000 Euro Bußgeld ab Juli 2026

17.06.2026 - 09:20:59 | boerse-global.de

Ab Juli drohen Berufskraftfahrern hohe Strafen für illegalen Punktehandel. Das neue Gesetz bringt zudem kürzere Verjährungsfristen und digitale Neuerungen.

Punktehandel ab Juli: Bußgelder bis 30.000 Euro für Lkw-Fahrer
Punktehandel - Innenansicht eines modernen LKW-Fahrerhauses mit Fokus auf Lenkrad und digitale Bildschirme, die Routeninformationen anzeigen. 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

000 Euro bestraft. Die Novellierung des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) bringt weitreichende Änderungen für Berufskraftfahrer. Ab dem 1. Juli 2026 sind Bußgelder zwischen 5.000 und 30.000 Euro fällig, wenn Punkte im Fahreignungsregister unzulässig übernommen oder vermittelt werden.

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Kürzere Verjährungsfristen und digitale Neuerungen

Der Gesetzgeber verlängert die Verfolgungsverjährung bei Verkehrsordnungswidrigkeiten von drei auf sechs Monate. Die Änderungen betreffen ausdrücklich auch ausländische Fahrer auf deutschen Straßen. Bereits im Mai 2026 wurden die Neuerungen im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Parallel schafft das Gesetz die Rechtsgrundlage für den digitalen Führerschein und den Einsatz von Scancars zur automatisierten Parkverstöße-Erfassung.

Qualifizierung als Antwort auf steigende Anforderungen

Die Straßenverkehrsgenossenschaft (SVG) bietet bundesweit Schulungen zu Arbeitssicherheit, Ladungssicherung und wirtschaftlichem Fahren an. Auch die Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten sowie Qualifikationen für Gefahrguttransporte gehören zum Angebot. Im Juni findet in Friedberg eine Weiterbildungsmesse statt. Experten von Agentur für Arbeit und Jobcenter beraten dort zu Qualifizierungsgeld und Bildungsgutscheinen.

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Digitalisierung treibt Effizienz im Flottenmanagement

Haldex hat Mitte Juni die Erweiterung seines Portfolios an integrierten Bremssystemen bekannt gegeben. Die Kombination von Bremsentechnik mit digitalen Funktionen wie einem Software Update Management System (SUMS) soll Wartungsprozesse effizienter machen. Webfleet und die Volkswagen Group Info Services AG ermöglichen seit Mitte Juni die direkte Anbindung von Fahrzeugen per Fahrgestellnummer. Flottenbetreiber sparen sich dadurch den Einbau zusätzlicher Hardware.

Auch die Elektromobilität profitiert von neuen Softwarelösungen. Die Unternehmen k2.mobility und EMES kündigten eine Kooperation an, um Ladevorgänge von E-Lkw-Flotten besser mit Einsatzplänen abzustimmen. Ziel ist es, Lastspitzen zu reduzieren und Energiekosten zu senken.

Fahrschulreform kommt 2027

Die Bundesregierung bereitet eine umfassende Fahrschulreform vor. Das Kabinett fasste im Juni 2026 einen entsprechenden Beschluss, die Kernreform soll zum 1. Januar 2027 in Kraft treten. Die 123fahrschule SE erwartet durch die Modernisierung der Ausbildungsprozesse signifikante Marktveränderungen und plant eine Expansion ihrer Plattformlösungen.

Erleichterungen zeichnen sich für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben ab. Basierend auf der 4. EU-Führerscheinrichtlinie vom November 2025 soll die Gewichtsgrenze für die Führerscheinklasse B auf 4.250 Kilogramm angehoben werden. Voraussetzung sind eine spezifische Schulung und zweijährige Fahrpraxis. Die vollständige Umsetzung in deutsches Recht wird bis Ende 2029 erwartet.

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