Psychische Gesundheit: Helsana und Klenico starten KI-Pilotprojekt am 15. Juli
Veröffentlicht: 15.07.2026 um 21:32 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Unternehmen investieren zunehmend in Ergonomie, mentale Gesundheit und spezialisierte Sicherheitsunterweisungen. Ziel: krankheitsbedingte Ausfälle reduzieren.
Logistik und Brauereien gehen voran
Die Deutsche Post rollt ihr Gesundheitsprogramm Ergo² bundesweit an rund 150 Standorten aus. Zusteller sollen durch gezielte Übungen und ergonomische Trainings entlastet werden. Das Unternehmen fordert zudem eine gesetzliche Begrenzung des Paketgewichts auf 23 Kilogramm.
Auch die Brauerei Veltins setzt auf Prävention. Seit Jahren gibt es Module zu Bewegung und Ernährung für Auszubildende. Neu hinzugekommen ist eine Brustkrebsvorsorge in Kooperation mit spezialisierten Partnern. Bike-Leasing und Firmenläufe ergänzen das Angebot – wie etwa bei der Waldenburger Versicherung.
Psychische Gesundheit wird zum Wirtschaftsfaktor
Der Bedarf ist enorm: Laut Studien aus dem Jahr 2025 fühlen sich zwei Drittel der Deutschen häufig gestresst. Psychische Erkrankungen führen im Schnitt zu 33 Fehltagen pro Fall.
Der Versicherer Helsana und das Unternehmen Klenico starteten daher am 15. Juli ein Pilotprojekt. Zusatzversicherte erhalten Zugang zu digitalen Analysetools für die Früherkennung psychischer Belastungen. Parallel gewinnen KI-gestützte Anwendungen an Bedeutung, die Screenings und digitales Coaching anbieten. In der Schweiz lancierte ProtectLife zudem ein Vorsorgemodell, das steuerbegünstigtes Sparen mit Leistungen bei schweren Erkrankungen verknüpft.
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Neue Normen für mehr Sicherheit
Auch die technischen Standards entwickeln sich weiter. Die neue europäische Norm DIN EN 17975 regelt das Lockout-Tagout-Verfahren bei Wartungsarbeiten. Sie betrifft die Isolation von elektrischen, hydraulischen und mechanischen Energiequellen.
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) weist auf die jährliche Sensibilisierungspflicht für neue Antriebstechnologien hin. Besonders Werkstätten und Hersteller von Elektro- oder Wasserstofffahrzeugen sind betroffen. Digitale Schulungsformate vermitteln die spezifischen Gefahren durch Hochvolt-Systeme und Gasantriebe.
Erste Hilfe und Behördenerfolge
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Experten raten Betrieben, die Organisation der Ersten Hilfe regelmäßig zu überprüfen. Die Ausbildung betrieblicher Ersthelfer erfordert eine spezielle Schulung – über den Führerscheinkurs hinaus. Die Kosten übernehmen unter bestimmten Voraussetzungen die Berufsgenossenschaften.
Dass systematisches Sicherheitsmanagement funktioniert, zeigt die Stadt Wolfenbüttel. Sie wurde Mitte Juli mit einem Präventionspreis ausgezeichnet. Besonders überzeugte der Prozess zur Umsetzung von Führungsaufgaben im Arbeitsschutz für pädagogische Fachkräfte.
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