Psychische, Belastung

Psychische Belastung: 42 Prozent aller Erwerbsminderungsrenten betroffen

24.06.2026 - 06:15:54 | boerse-global.de

Fachleute diskutieren über generelle Tragepflicht für Schutzbrillen versus individueller Gefährdungsbeurteilung in Laboren.

TRGS 526: Streit um Schutzbrillenpflicht in Laboren
Psychische - Ein Wissenschaftler mit Schutzbrille und Laborkittel blickt auf Laborgeräte, symbolisiert Laborsicherheit und Augenschutz. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Im Kern geht es um die Frage: Ist eine generelle Tragepflicht für Schutzbrillen in Laboren nötig – oder reicht eine individuelle Gefährdungsbeurteilung?

Sicherheitsfachkräfte debattierten im Juni 2026 über die praktische Umsetzung der Richtlinie. Abschnitt 4.5.2 (1) steht dabei im Fokus. Die einen fordern eine konsequente Tragepflicht für alle, die ein Labor betreten – als präventiven Schutz gegen unvorhersehbare Unfälle. Die anderen verweisen auf den Spielraum für betriebliche Gefährdungsbeurteilungen. Ihrer Ansicht nach muss der Augenschutz stets im Kontext der konkreten Tätigkeit und der damit verbundenen Risiken stehen.

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Mehr als nur Brillen: Laborsicherheit hat viele Facetten

Parallel zur Schutzbrillen-Debatte rücken andere Sicherheitsaspekte in den Fokus. Die Sanofi-Gruppe betonte in einer aktuellen Stellenausschreibung für Frankfurt die Bedeutung von Good-Manufacturing-Practice-Standards (GMP). Besonders die präzise Dokumentation und Optimierung von Fermentationsprozessen stellen hohe Anforderungen an Schutzausrüstung und Laborumgebung.

Auch die Beschaffenheit der Räume selbst spielt eine Rolle. Die Bona Vertriebsgesellschaft mbH wies im Juni auf die Bedeutung professionell sanierter Laborböden hin. Das Unternehmen stellte ein Verfahren vor, das mit Trockenschliff und Neuversiegelung eine Alternative zum kompletten Austausch bietet. Dabei müssen Anforderungen an den Ableitwiderstand (ESD-Prüfung nach EN 1081) und die Rutschhemmung erfüllt werden.

Alleinarbeit: Wenn der Notruf nicht mehr selbst geht

Ein weiteres Risiko: der Schutz von Alleinarbeitenden. Branchenberichten vom 23. Juni zufolge gewinnen Personen-Notsignal-Anlagen (PNA) an Bedeutung. Die DGUV Regel 112-139 schreibt für gefährliche Alleinarbeiten ein entsprechendes Schutzkonzept vor. Anbieter wie Almas Industries führen spezialisierte Geräte – etwa Totmannschalter, die bei einem Unfall automatisch Alarm auslösen und die Rettungskette verkürzen.

Neue Regeln und psychische Belastungen

Der regulatorische Rahmen entwickelt sich stetig weiter. Der Bundesrat verlängerte die Frist für den Sachkundenachweis zur Rattenbekämpfung mit Rodentiziden bis zum 28. Juli 2030. Parallel bereiten Behörden die neue TRGS 541 vor, die künftige Anforderungen an die Schädlingsbekämpfung definiert. Auch der Bundesausschuss Farbe und Sachwertschutz (BFS) veröffentlichte im Juni überarbeitete Fachregeln für Wärmedämm-Verbundsysteme und Sichtmauerwerk – mit neuen Details zum Brandschutz.

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Doch Sicherheit ist nicht nur physisch. Auf dem 11. Präventionsforum der Nationalen Präventionskonferenz am 23. Juni in Berlin wurden alarmierende Daten präsentiert: Psychische Störungen waren 2024 für 16,7 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage verantwortlich – und für 42 Prozent der Erwerbsminderungsrenten. Experten fordern daher, Faktoren wie Digitalisierung und Technostress stärker in Gefährdungsbeurteilungen einzubeziehen.

Zukunftstechnologien für den passiven Brandschutz zeigt die Messe FeuerTrutz, die am 24. Juni in Nürnberg startet. Im Fokus: reaktive Materialien und biobasierte Flammschutzadditive.

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