Lithium-Ionen-Boom, Batterieproduktion

Lithium-Ionen-Boom: Deutsche Batterieproduktion +28% auf 4,6 Mrd. Euro

17.06.2026 - 07:32:39 | boerse-global.de

Die heimische Batteriefertigung erreicht 2025 einen neuen Höchstwert, während die Importe aus China auf elf Milliarden Euro steigen.

Deutsche Batterieproduktion auf Rekordniveau trotz China-Abhängigkeit
Lithium-Ionen-Boom - Roboterarme in einer hochmodernen Batteriefabrik, die Komponenten auf einer Produktionslinie montieren, symbolisieren industrielle Fertigung und Lieferketten. 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Doch der Rekord hat einen Haken: Die Abhängigkeit von Importen aus China wächst rasant.

Nach aktuellen Daten des Elektro-Verbands ZVEI stieg der Wert der in Deutschland hergestellten Batterien um elf Prozent auf 8,1 Milliarden Euro. Besonders kräftig wuchs das Segment der Lithium-Ionen-Akkus: ein Plus von 28 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro.

Importe steigen auf 22 Milliarden Euro

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Trotz der Ausweitung der heimischen Fertigung klafft die Schere zwischen Eigenproduktion und Importen weiter auseinander. Das Gesamtmarktvolumen lag 2025 bei 22,4 Milliarden Euro – ein Plus von neun Prozent. Dem Rekord bei der Eigenproduktion standen jedoch Importe im Wert von 22 Milliarden Euro gegenüber.

Allein die Einfuhren aus China legten um 25 Prozent zu und erreichten elf Milliarden Euro. Die Hälfte aller Batterieimporte stammt damit aus der Volksrepublik. Die Exporte deutscher Batterien sanken im selben Zeitraum um 2,5 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro.

Sicherheitsrisiko für Verteidigung und Rechenzentren

ZVEI-Geschäftsführer Gunther Kellermann zeigt sich alarmiert. Die Konzentration auf asiatische Lieferketten mache die deutsche Wirtschaft verwundbar – besonders in sensiblen Bereichen wie der Verteidigungsindustrie und bei Rechenzentren.

Um die technologische Souveränität zu stärken, unterstützt die Branche das Ziel des europäischen Net Zero Industry Act. Bis 2030 sollen mindestens 40 Prozent des Bedarfs an strategischen Technologien aus eigener Produktion stammen.

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Industrie fordert niedrigere Strompreise

Angesichts des globalen Wettbewerbs verlangt der Verband klare politische Weichenstellungen. Kellermann fordert vor allem niedrigere Strompreise und den Abbau von Handelshemmnissen. Nur so lasse sich die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland sichern.

Die Industrie verlangt zudem einen wirksamen Schutz vor unfairen Konkurrenzbedingungen. Ohne diesen sei der angestrebte Hochlauf der Eigenproduktion bis Ende des Jahrzehnts kaum zu realisieren.

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