JobMed, DEVK

JobMed: DEVK startet betriebliche Krankenversicherung für KMU

01.07.2026 - 12:04:46 | boerse-global.de

DEVK startet mit JobMed eine betriebliche Krankenversicherung ohne Gesundheitsprüfung für KMUs ab fünf Mitarbeitern.

DEVK launcht JobMed: Neue bKV für kleine und mittlere Firmen
JobMed - Mitarbeiter eines KMU in einem modernen Büro, die ein Tablet mit einer symbolischen Krankenversicherungsoberfläche betrachten, was auf betriebliche Krankenversicherung hinweist. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Juli 2026 mit JobMed ein eigenständiges System für die betriebliche Krankenversicherung (bKV) an den Start. Das Angebot richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen ab fünf Mitarbeitern. Der Kölner Versicherer positioniert sich damit mit einer hauseigenen Lösung in einem wachsenden Markt für arbeitgeberfinanzierte Gesundheitsleistungen.

Vier Tarifvarianten ohne Gesundheitsprüfung

Die Vorstände Martin Wierer und Dirk Kopisch stellten ein Produktportfolio mit vier Tarifvarianten vor. Kunden können zwischen drei Budgetstufen wählen: 400, 800 oder 1.200 Euro jährliche Leistungen. Ergänzt wird das Angebot durch einen spezifischen stationären Tarif.

Ein entscheidender Vorteil für die Versicherten: Die DEVK verzichtet auf individuelle Gesundheitsprüfungen. Auch Wartezeiten fallen weg – der Versicherungsschutz gilt ab Vertragsstart. Das senkt die Hürden für Arbeitnehmer deutlich.

Markt in Bewegung

Der Vorstoß der DEVK ist kein Einzelfall. Zeitgleich führt der Provinzial Konzern die betriebliche Krankenversicherung für die eigenen Beschäftigten ein – zunächst als arbeitgeberfinanzierte Leistung. Die Umsetzung erfolgt mit der Union Krankenversicherung (UKV) und konzentriert sich auf Vorsorgeuntersuchungen, Schutzimpfungen sowie Zuschüsse für Seh- und Hörhilfen.

Auch andere Anbieter reagieren: Die Landeskrankenhilfe (LKH) startet eine neue Tariflinie für Beamte und Anwärter mit vollständiger Leistungserstattung. Die INTER Krankenversicherung ergänzt ihr System um eine Selbstbehaltsstufe von 2.400 Euro und sagt Beitragsstabilität bis Ende 2027 zu.

Apotheken dürfen jetzt Telemedizin anbieten

Zum 1. Juli gibt es auch Neuerungen im Gesundheitswesen: Auf Basis des Digital-Gesetzes dürfen Apotheken nun assistierte Telemedizin anbieten. Das umfasst etwa die Unterstützung bei Videosprechstunden oder medizinische Ersteinschätzungen in separaten Beratungsräumen.

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Politische Weichenstellungen

Die Einführung neuer privater Versicherungsoptionen fällt in eine Phase politischer Reformen. Die Bundesregierung plant eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze. Laut AOK-Analysen könnte eine Erhöhung um monatlich 300 Euro jährlich bis zu 100.000 Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung auslösen.

Der GKV-Spitzenverband warnt vor einer Schwächung der gesetzlichen Kassen. Der PKV-Verband weist auf finanzielle Mehrbelastungen für Gutverdiener hin. In diesem dynamischen Umfeld gewinnen betriebliche Zusatzversicherungen als Instrument der Mitarbeiterbindung weiter an Bedeutung.

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Personalrochaden bei der Generali

Auch personell bereiten sich die Branchengrößen vor. Die Generali Deutschland baut ihre Führungsebene um: Dorothea Bachem übernimmt spätestens Anfang 2027 die Leitung des Krankenversicherungsbereichs. Stefan Weih verantwortet bereits ab Mitte Juli 2026 die Bereiche Künstliche Intelligenz und Digitalisierung.

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