Gewerbe, Wohnen

Gewerbe zu Wohnen: KfW fördert Umbau mit bis zu 30.000 Euro

05.07.2026 - 00:24:21 | boerse-global.de

Neues Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“ startet mit bis zu 30.000 Euro pro Einheit. Gleichzeitig plant die Regierung Kürzungen im Klimafonds.

KfW-Start: Zuschüsse für Umbau von Büros in Wohnungen
Gewerbe - Eine moderne Gewerbegebäude-Fassade mit Solarpaneelen und Grünelementen, die Energieeffizienz und finanzielle Förderungen symbolisiert. 05.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Es unterstützt Investoren mit Zuschüssen, die leerstehende Büros oder Läden in Wohnraum umwandeln. Voraussetzung: Das Gebäude ist mindestens fünf Jahre alt – und es entsteht mindestens eine neue Wohneinheit.

30.000 Euro pro Wohnung

Die Förderung liegt bei 30 Prozent der Kosten, maximal 100.000 Euro pro Wohneinheit. Macht bis zu 30.000 Euro Zuschuss je Einheit. Pro Unternehmen sind 300.000 Euro drin – genug für zehn Wohnungen.

Allerdings gibt es eine Bedingung: Der Umbau muss energetisch??? sein. Gefordert ist der Standard eines Effizienzhauses 85 EE oder Denkmal EE. Das Budget für 2026 liegt bei 300 Millionen Euro. Anträge laufen über die Hausbank und müssen vor Baubeginn gestellt werden. Für die Umsetzung bleiben 54 Monate Zeit.

Sparen beim Klimafonds

Während die Regierung neue Anreize schafft, kürzt sie woanders. Der Haushaltsentwurf für 2027 sieht Einsparungen im Klima- und Transformationsfonds (KTF) von zwei bis drei Milliarden Euro jährlich vor.

Konkret: Einnahmen aus dem Emissionshandel in Höhe von 2,7 Milliarden Euro sollen teils direkt in den Kernhaushalt fließen. Das trifft auch die Heizungsförderung. Einen Förderstopp wird es nicht geben, aber die Unterstützung wird stärker sozial gestaffelt. Der maximale Zuschuss bleibt bei 70 Prozent – bei gedeckelten Kosten sind das maximal 21.000 Euro.

Anzeige

Investitionen in die energetische Sanierung oder den Umbau von Gewerbeflächen lassen sich steuerlich massiv optimieren. Dieser kostenlose Leitfaden erklärt, wie Sie die degressive AfA und Sonderabschreibungen nutzen, um Ihre Liquidität sofort zu verbessern. Maximalen Steuervorteil durch Abschreibungen sichern

Der Gesamthaushalt 2027 liegt bei 555,4 Milliarden Euro. Die Finanzierungslücke wird durch Nettokreditaufnahme geschlossen. Das Kabinett will sich in den kommenden Tagen mit dem Entwurf befassen.

Solarpflicht für Gewerbe kommt

Neben den Förderungen plant der Gesetzgeber strengere Regeln. Das neue Gebäude-Modernisierungsgesetz (GModG) führt eine bundesweite Solarpflicht ein – schrittweise.

Los geht es Anfang 2027: Neue öffentliche Nichtwohngebäude und Gewerbebauten ab 250 Quadratmetern Grundfläche müssen Photovoltaik installieren. Ein Jahr später folgen bestehende Gewerbegebäude ab 500 Quadratmetern – aber nur bei grundlegender Dachsanierung. Für Wohnhäuser und überdachte Parkplätze greift die Pflicht erst 2030.

Anzeige

Wer im Zuge der neuen Solarpflicht in Photovoltaik investiert, sollte die steuerlichen Konsequenzen kennen. Im kostenlosen E-Book erfahren Immobilienbesitzer, wie sie die Umsatzsteuererklärung für ihre Anlage korrekt erstellen und teure Fehler vermeiden. Kostenlosen Umsatzsteuer-Ratgeber jetzt herunterladen

Ladeinfrastruktur wird weiter gefördert

Parallel läuft ein Programm für Ladestationen an Stellplätzen in Mehrparteienhäusern. Der Bund stellt 500 Millionen Euro bereit. Pro Stellplatz gibt es zwischen 1.300 und 2.000 Euro Festbetrag.

Experten raten: Die größten Einsparpotenziale bei Gewerbeimmobilien liegen in der Kombination aus Betriebsoptimierung, besserer Anlagentechnik und umfassenden Sanierungskonzepten.

de | wirtschaft | 69691599 |