Parteien, Steuern

Union will Bundesregierung mit 5-Punkte-Plan unter Druck setzen

06.08.2023 - 00:04:16 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Union hat nach der negativen Konjunkturprognose des Internationalen Währungsfonds einen Fünf-Punkte-Plan zur Rettung der deutschen Wirtschaft erarbeitet.

Boris Rhein und Friedrich Merz (Archiv) - Bild: ?ber dts Nachrichtenagentur
Boris Rhein und Friedrich Merz (Archiv) - Bild: ?ber dts Nachrichtenagentur

Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, werden CDU-Chef Friedrich Merz, CSU-Chef Markus Söder und der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) den Forderungskatalog am Montag gemeinsam präsentieren. "Die Wirtschaft im Ausland wächst und Deutschland fällt immer weiter zurück. Die Probleme sind also hausgemacht. Die Ampel muss jetzt ein Sofortprogramm für die Wirtschaft auflegen", sagte Söder der "Bild am Sonntag".

"Es wird Zeit, dass der Kanzler die Wirtschaftskrise zur Chefsache macht." Die fünf Vorschläge: 1. Die Stromsteuer und Netzentgelte sollen zum 1. Oktober gesenkt werden. 2. Alle neuen Gesetze, die Bürokratie verursachen, sollen gestoppt werden. 3. Überstunden sollen ab so fort steuerfrei gestellt werden. 4. Das Heizungsgesetz soll gestoppt und keine Erbschaftssteuer auf das Elternhaus erhoben werden. 5. Für Unternehmen soll es weniger Steuern auf einbehaltene Gewinne und bessere Abschreibungen geben. Merz rief die Ampel-Koalition dazu auf, erste Punkte direkt nach der Sommerpause zusammen mit der Union im Parlament zu beschließen: "Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, mit uns im Deutschen Bundestag für eine Senkung der Stromsteuer und der Netzentgelte zu stimmen. Damit könnten die Energiepreise schon zum 1. Oktober sinken. Außerdem müssten wir wenigstens ein Belastungsmoratorium gegen die ausufernde Bürokratie beschließen." Ministerpräsident Rhein sagte: "Wir müssen den Cocktail aus hohen Steuern, hohen Abgaben und hohen Energiepreisen wegschütten."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

de | ES0181380710 | WIRTSCHAFT | wirtschaft | 63886734 |

Weitere Meldungen

Verdi-Chef Werneke fordert Stabilisierung des Rentenniveaus Kurz bevor die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission ihre Empfehlungen zur Reform der Rentensysteme vorlegt, fordert die Gewerkschaft Verdi eine Stabilisierung des Rentenniveaus über das Jahr 2031 hinaus.Verdi-Chef Frank Werneke sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: "Über die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland besitzt keine andere Absicherung im Alter als die gesetzliche Rentenversicherung. (Politik, 19.06.2026 - 10:39) weiterlesen...

Rentenreform soll in der Sommerpause umgesetzt werden Die Koalition will den Sommer nutzen, um die Vorschläge der Rentenkommission in Gesetzesform zu gießen. (Politik, 19.06.2026 - 10:02) weiterlesen...

SoVD will Stabilität der Rente als Ziel für Reform Kurz bevor die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission am 23. (Politik, 19.06.2026 - 01:00) weiterlesen...

Politiker von CDU und Grünen einigen sich auf Renten-Forderungen Der Chef der Arbeitnehmergruppe in der Unionsfraktion, Stefan Nacke (CDU), und der sozialpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Armin Grau, haben sich auf einen Forderungskatalog für die anstehende Rentenreform verständigt."Die Alterssicherung gehört zu den großen Vertrauensversprechen unseres Landes, zu den Grundpfeilern der sozialen Demokratie", schreiben sie in ihrem Papier, über das die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagausgabe) berichtet. (Politik, 18.06.2026 - 16:36) weiterlesen...

Aiwanger stellt sich hinter Industrie-Brandbrief zur EU-Klimapolitik Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) stellt sich hinter die 40 deutschen Konzerne, die in einem Brief an die EU-Spitze einen Kurswechsel in der Klimapolitik fordern und die steigenden Kosten des Emissionshandels kritisieren."Zunächst einmal ist es oberpeinlich, wenn die Wirtschaftsführer Europas einen Brief an die Europäische Kommission und Frau von der Leyen schreiben müssen", sagte Aiwanger am Donnerstag dem Nachrichtensender "Welt". (Politik, 18.06.2026 - 13:56) weiterlesen...

Connemann wirft Arbeitsministerin Bruch des Koalitionsvertrags vor Die Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Gitta Connemann (CDU), weist den bekannt gewordenen Arbeitsentwurf zur Arbeitszeitreform als Verstoß gegen den Koalitionsvertrag zurück und warnt vor Nachteilen für den Mittelstand."Der jetzt bekannt gewordene Entwurf liest sich wie ein Gegenentwurf zum Koalitionsvertrag - zulasten des Mittelstandes", sagte Connemann der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). (Politik, 18.06.2026 - 13:53) weiterlesen...