Verdi-Chef Werneke fordert Stabilisierung des Rentenniveaus
19.06.2026 - 10:39:10 | dts-nachrichtenagentur.deLaut Werneke wäre es ein falscher Ansatz, einen Teil der Beitragseinnahmen in der gesetzlichen Rente abzuzweigen, um darüber eine Kapitaldeckung aufzubauen. Alle Beitragseinnahmen müssten zur Stabilisierung des Rentenniveaus zur Verfügung stehen. Er sei sehr dafür, stattdessen die betriebliche Altersversorgung (bAV) auszubauen, als zweite kapitalgedeckte Säule. Notwendig sei eine obligatorische betriebliche Altersversorgung, an der alle Beschäftigten teilhaben, auch wenn sie in Klein- und Kleinstbetrieben arbeiten. "Und das mit ausreichend hohen Arbeitgeberanteilen", sagte Werneke den Funke-Zeitungen.
Werneke verwies darauf, dass Menschen ab Ende 50, wenn sie arbeitslos werden, keine Chance auf dem Arbeitsmarkt mehr hätten. "Jede Erhöhung des Renteneintrittsalters ist vor diesem Hintergrund nichts anderes als eine Rentenkürzung durch die Hintertür", so der Gewerkschaftschef.
