Konjunktur, Deutschland

Studie: Schäden durch Wetterkatastrophen belasten Volkswirtschaften

28.02.2024 - 11:00:22

Die Philippinen erleben nach einer Studie des Rückversicherers Swiss Re CH0126881561 bezogen auf ihre Wirtschaftsleistung weltweit die größten Schäden durch Wetterkatastrophen.

Die Schäden machten dort nach modellierten Schätzungen aktuell drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus, berichtete das Swiss Re-Institut am Mittwoch in Zürich. Deutschland lag auf Platz 14.

Das Institut hat Daten zu vier Wetterereignissen ausgewertet: Überschwemmungen, tropische Wirbelstürme, schwere Gewitter und Winterstürme in Europa. Weltweit verursachen sie zusammen wirtschaftliche Schäden von geschätzt rund 200 Milliarden Dollar (rund 185 Mrd Euro) pro Jahr. Es handelt sich nach Angaben von Swiss Re um Modellrechnungen auf Basis von Zahlen des Jahres 2022.

Weit hinter den Philippinen lagen in der Studie die USA mit Schäden im Umfang von 0,38 Prozent des BIP auf Platz zwei, gefolgt von Thailand, Österreich und China. Deutschland lag mit Schäden im Umfang von 0,14 Prozent des BIP auf Platz 14. In absoluten Zahlen seien die Schäden in den USA aktuell mit Abstand am höchsten: rund 97 Milliarden Dollar im Jahr.

"Der Klimawandel führt zu einer Zunahme gravierender Wetterereignisse und wird damit zu einer immer stärkeren volkswirtschaftlichen Belastung", wurde Swiss-Re-Chefökonom Jérôme Jean Haegeli zitiert.

Die Modellrechnungen beziehen sich auf die gesamten Schäden, nicht nur die versicherten Schäden. Andere Wetterereignisse wie Hitzewellen wurden nicht berücksichtigt. Projektionen in die Zukunft seien nicht möglich, sagte eine Sprecherin. Die Swiss Re habe die am stärksten von Klimawandel-Schäden betroffenen Länder analysiert, für die eine gute Datenlage vorhanden ist. "Diese Schätzungen liegen eher am unteren Ende möglicher wirtschaftlicher Schäden", berichtete das Institut. "Da der Klimawandel zu einer Intensivierung der Wetterereignisse führt, dürfte auch das Verlustpotenzial steigen."

@ dpa.de | CH0126881561 KONJUNKTUR

Weitere Meldungen

McKinsey: Europa hat billionenschwere Investitionslücke. Sie hat konkrete Empfehlungen, wie Europa zurück auf den Wachstumspfad kommen kann. Der Kontinent droht gegenüber den USA und China zurückzufallen, warnt die Unternehmensberatung. (Wirtschaft, 20.01.2026 - 16:00) weiterlesen...

Export in die USA bricht ein - Neue Sorgen wegen Grönland. Besonders hart trifft es die Autobranche. Und im Grönland-Konflikt droht nun die Eskalation mit Trump. Der deutsche Exportüberschuss mit den USA fällt auf einen Tiefstand seit dem Pandemiejahr 2021. (Wirtschaft, 20.01.2026 - 11:35) weiterlesen...

Trumps Zölle: Deutsche Exporte in die USA brechen 2025 ein. Neue Zahlen zeigen, wie stark das Geschäft geschrumpft ist. Mit Trumps neuen Grönland-Drohungen sind die Aussichten trüb. Kein anderes Land ist für Deutschlands Exporteure so wichtig wie die USA. (Wirtschaft, 20.01.2026 - 08:32) weiterlesen...

Umfrage: Zuversicht in Vorstandsetagen auf Fünf-Jahres-Tief. Ein Grund ist, dass KI bisher kaum Kostenvorteile bringt. Düstere Aussichten: Nur jeder fünfte deutsche Vorstandschef blickt in einer Umfrage zuversichtlich ins neue Jahr. (Wirtschaft, 19.01.2026 - 19:30) weiterlesen...

Studie: US-Amerikaner zahlen selbst für Zölle. Gleichzeitig müssen exportierende Länder neue Märkte erschließen. Eine Studie des Kiel Instituts für Weltwirtschaft zeigt: Fast die gesamte Last der US-Strafzölle tragen amerikanische Käufer. (Wirtschaft, 19.01.2026 - 11:36) weiterlesen...

IWF rechnet mit stärkerem Wachstum der deutschen Wirtschaft. Warum der IWF nun optimistischer ist. Deutschland könnte 2026 aus Sicht des IWF stärker wachsen als andere G7-Länder und nicht mehr Schlusslicht unter den großen westlichen Industrienationen sein. (Wirtschaft, 19.01.2026 - 10:30) weiterlesen...