Gesundheit, Arbeitsmarkt

Krankenhäuser wollen 13.400 Zivi-Stellen schaffen

05.02.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Krankenhäuser in Deutschland hoffen auf die Wiedereinführung des Zivildienstes."Für den Fall, dass der Zivildienst wieder eingeführt werden sollte, sind die Krankenhäuser in hohem Maße bereit, Zivildienstleistende zu beschäftigen.

IG BCE fordert Stopp der Gesundheitsreform
Gesundheit - Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv) 05.02.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
93?Prozent der Befragten bezeichneten ihre Bereitschaft hierzu als sehr groß (65?Prozent) oder eher groß (28?Prozent)", heißt es in einer aktuellen Umfrage des Deutschen Krankenhaus Instituts (DKI), über die die "Rheinische Post" in ihrer Donnerstagsausgabe berichtet.

Fast alle Häuser, die früher Zivis beschäftigten, wären bereit, wieder ein vergleichbares Stellenangebot zu schaffen: "Hochgerechnet wären dies schätzungsweise 13.400?Zivildienststellen an rund 1.260?Krankenhausstandorten", heißt es in der Auswertung der Umfrage. "In jeweils 93?Prozent der Krankenhäuser würden sie zur Unterstützung der Pflege sowie für Patientenbegleit-, Hol- und Bringdienste eingesetzt." Auch der technische Dienst und der Hauswirtschaftsdienst wurden, wenn auch seltener, als mögliche Einsatzbereiche genannt.

"Der Zivildienst bietet die Chance, jungen Menschen frühzeitig und praxisnah Einblicke in die vielfältigen Tätigkeiten im Krankenhaus zu ermöglichen. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass der Zivildienst in vielen Fällen ein Einstieg in spätere Berufe in der Pflege oder im medizinischen Bereich war", sagte Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Krankenhaus-Gesellschaft.

Ein Knackpunkt wird die Bezahlung: "Der überwiegende Teil der befragten Häuser kann sich eine Finanzierung analog zum heutigen Bundesfreiwilligendienst vorstellen. Nicht darstellbar ist aber ein Eigenanteil von 30 Prozent an einer möglichen Vergütung von rund 2.600 Euro pro Monat - eine Summe, die derzeit für freiwillig Wehrdienstleistende geplant ist", sagte Neumeyer. "Eine solche finanzielle Belastung wäre für die Kliniken wirtschaftlich nicht tragbar."

de | wirtschaft | 68552402 |

Weitere Meldungen

Personal in Gesundheitsämtern im Jahr 2025 gewachsen Zum Jahresende 2025 haben in Deutschland 27.225 Personen in Gesundheitsämtern (einschließlich externe Mitarbeitende) gearbeitet.Das waren 570 Personen oder 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. (Sonstige, 11.06.2026 - 08:19) weiterlesen...

CDU-Arbeitnehmerflügel fordert Einbeziehung der Beamten in Reformen Der Arbeitnehmerflügel der CDU verlangt vor dem Treffen der Koalitionsspitzen mit den Sozialpartnern im Kanzleramt eine Einbeziehung der Beamten in die anstehenden Reformen.Der Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Dennis Radtke, sagte der "Süddeutschen Zeitung", er könne sich keine Reformen für Rente, Pflege und Gesundheit vorstellen, in die nicht wirkungsgleich auch Änderungen für Beamte eingearbeitet würden. (Politik, 09.06.2026 - 17:03) weiterlesen...

Studie: Burnout-Risiko in Start-ups steigt Die hohe Arbeitsbelastung wird zunehmend zum gesundheitlichen Risiko für Mitarbeiter in Start-ups. (Wirtschaft, 09.06.2026 - 06:39) weiterlesen...

DGB-Chefin kritisiert Reformpläne der Regierung als verfehlt Vor einem Spitzentreffen im Kanzleramt hat DGB-Chefin Yasmin Fahimi die Reformpläne der Bundesregierung pauschal als fehlgeleitet kritisiert und Gegenvorschläge angekündigt.Der bisherige Ansatz sei ökonomisch und sozial völlig verfehlt, sagte Fahimi dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". (Politik, 08.06.2026 - 00:00) weiterlesen...

Miersch: Abgeordnete sollen in gesetzliche Rente einzahlen SPD-Fraktionschef Matthias Miersch fordert, dass auch Bundestagsabgeordnete in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollen. (Politik, 07.06.2026 - 20:24) weiterlesen...

Schwesig kritisiert Warkens Pflegereform als schweren Fehler Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) übt heftige Kritik an der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) geplanten Pflegereform."Ich halte es für einen schweren Fehler, dass die Bundesgesundheitsministerin wie schon bei der Gesundheitsreform einen nicht mit den Ländern abgestimmten Gesetzentwurf auf den Weg bringt", sagte Schwesig dem Magazin Politico. (Politik, 05.06.2026 - 06:27) weiterlesen...