Bundesregierung, Israel

Bundesregierung: Israel muss Sicherheit für Helfer gewährleisten

20.03.2024 - 14:13:50 | dpa.de

Die Bundesregierung hat Israel aufgefordert, die Sicherheit humanitärer Helfer im Gazastreifen sicherzustellen.

Die Helfer müssten vor Angriffen geschützt werden, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Mittwoch in Berlin. "Wir fordern Israel immer wieder auf, mehr zu tun, um eine sichere Versorgung der Zivilbevölkerung zu ermöglichen", fügte er hinzu. Angesichts der katastrophalen Situation in dem Gebiet müsse dringend mehr Hilfe bei den notleidenden Palästinensern ankommen. Israel sei daher aufgefordert, seine sehr strikten Kontrollen von Hilfslieferungen auf das Notwendige zu beschränken.

Der Sprecher sagte, es gehe aktuell darum, die Zivilbevölkerung zu schützen vor den Folgen der kriegerischen Auseinandersetzung und den Menschen "das Überleben zu ermöglichen". Er betonte: "Unsere klare Erwartung ist es auch, dass in dem Konflikt das humanitäre Völkerrecht eingehalten wird." Die Vereinten Nationen hatten am Montag vor einer unmittelbar bevorstehenden Hungerkatastrophe gewarnt.

Es dürfe jetzt keine "großflächige Offensive" in der Stadt Rafah an der Grenze zu Ägypten geben, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes weiter. Dort hielten sich aktuell weit über eine Million Menschen auf, die sich überwiegend auf israelische Aufforderung hin dort in Sicherheit gebracht hätten. Eine Offensive dort, bei der der Schutz der Zivilbevölkerung ausreichend berücksichtigt wäre, sei in der jetzigen Situation nicht vorstellbar.

Eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums verwies auf die Beteiligung der Bundeswehr an der Luftbrücke. Am Mittwoch seien weitere fünf Paletten über dem Gazastreifen abgeworfen worden.

Auf Verlangen der Ampel-Fraktionen wird der Bundestag an diesem Donnerstag in einer Aktuellen Stunde über die Lage in Israel und den Palästinensergebieten debattieren.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für immer kostenlos

wirtschaft | 65001672 |

Weitere Meldungen

Bundesregierung zieht Personal der Botschaft in Teheran ab. Das Auswärtige Amt zieht aus der Bedrohungslage Konsequenzen. US-Präsident Trump droht dem Iran mit der «vollständigen Zerstörung». (Politik, 07.03.2026 - 22:32) weiterlesen...

Aufatmen nach Nahost-Rückholflug – Kreuzfahrtgäste erwartet. Doch es winkt Hoffnung: Erste Rückholaktionen der Bundesregierung laufen, Außenminister Wadephul stellt weitere in Aussicht. Tausende Deutsche sitzen wegen des Iran-Kriegs im Ausland fest. (Unterhaltung, 05.03.2026 - 14:21) weiterlesen...

Evakuierte Passagiere berichten: «Habe eine Rakete gesehen». Diese Erlebnisse haben Passagiere im Gepäck. Raketen am Himmel, eine Nacht in der Tiefgarage, gesperrte Flugräume: Der erste Nahost-Evakuierungsflug der Regierung ist in Frankfurt gelandet. (Unterhaltung, 05.03.2026 - 10:52) weiterlesen...

Erster deutscher Evakuierungsflug in Frankfurt gelandet (Unterhaltung, 05.03.2026 - 07:41) weiterlesen...

Pistorius lehnt deutsche Beteiligung am Iran-Krieg ab. Von ihm kommt im Bundestag eine klare Ansage. Beteiligt sich die Bundeswehr am Krieg gegen den Iran, hilft sie den Partnern USA und Israel? Für Verteidigungsminister Pistorius ist das unvorstellbar. (Politik, 04.03.2026 - 17:17) weiterlesen...

Lufthansa: Evakuierungsflug landet am Donnerstagmorgen. Weitere Evakuierungsflüge sind geplant. Ein voll besetzter Lufthansa-Jet bringt im Regierungsauftrag besonders schutzbedürftige Menschen aus dem Nahen Osten nach Frankfurt. (Unterhaltung, 04.03.2026 - 10:57) weiterlesen...