USA, Computer

Amazon will mit eigener Künstlicher Intelligenz ChatGPT einholen

07.07.2023 - 16:06:25

Der US-Konzern Amazon sieht im Geschäft mit generativer Künstlicher Intelligenz (KI) keinen großen Vorsprung Microsofts oder Googles.

"Wir haben erst drei Schritte in einem 10-Meilen-Rennen gemacht", sagte Matt Garman, Vertriebschef der Cloudsparte Amazon Web Services (AWS), der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Samstagsausgabe). "Ich denke, die Leute werden beeindruckt sein, wie viel wir in den kommenden Monaten herausbringen werden."

Im April hatte AWS in einem Blogpost weitgehend unbemerkt eine KI-Plattform namens "Bedrock" angekündigt. Darüber können Cloud-Kunden von AWS auf Programme von Partnerunternehmen wie Stability AI und Anthropic zugreifen, aber auch auf zwei von Amazon selbst entwickelte große KI-Modelle mit dem Namen "Titan". Derzeit werben Garman und AWS in Europa unter Firmenkunden für ihre neuen Produkte. Damit unterscheidet sich Amazons Ansatz deutlich von dem Googles oder Microsofts, die bislang vor allem auf ihre eigenen Modelle setzen. "Wir geben uns nicht der Illusion hin, dass wir als einzige coole Dinge erfinden", sagte Garman. Die Kunden würden die verschiedenen Anwendungen am Markt kombinieren. "Es wird nicht das eine Modell geben." Garman zeigt sich offen dafür, die Programme von Google oder Open AI in die Plattform zu integrieren. Irgendwann würde es wahrscheinlich alle Modelle bei verschiedenen Anbietern geben - genau so, "wie heute Windows auch in einer AWS-Umgebung läuft." Eines davon ist ein klassisches textbasiertes Modell, das den GPT-Modellen von Open AI ähnelt. Das andere ist speziell auf Suchfunktionen zugeschnitten und kann präzisere Ergebnisse liefern als eine klassische Schlagwortsuche, verspricht Amazon. Die Kunden können die Modelle dann weiter nach ihren Vorstellungen anpassen und mit eigenen Daten trainieren. "Bedrock" befindet sich noch in der sogenannten Beta-Version und steht damit bislang nur einer begrenzten Anzahl an Kunden zur Verfügung. Darunter seien auch deutsche Unternehmen. Welche das genau sind, will Amazon aber noch nicht verraten. Zu den offiziellen Kunden gehören etwa die Beratungsgesellschaften Accenture und Deloitte.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Röttgen begrüßt Trumps Strafzölle gegen Handelspartner des Iran Der Außenpolitiker Norbert Röttgen (CDU) hat die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, gegen Handelspartner des Iran Strafzölle zu verhängen, begrüßt. (Ausland, 13.01.2026 - 20:25) weiterlesen...

Trump verhängt Sondersteuer für Geschäftspartner des Iran US-Präsident Donald Trump hat eine Sondersteuer für alle Länder angekündigt, die mit dem Iran Geschäfte machen.Der entsprechende Zoll betrage 25 Prozent und gelte "mit sofortiger Wirkung", schrieb Trump am Montag auf seiner eigenen Plattform "Truth Social". (Ausland, 12.01.2026 - 23:22) weiterlesen...

Trump: US-Ölkonzerne werden in Venezuela investieren. Man sei sich einig, heißt es nach einem Treffen. Ob es aber schnelle Investitionen geben wird, ist unklar. US-Präsident Trump erwartet von Ölkonzernen seines Landes massive Investitionen in Venezuela. (Ausland, 10.01.2026 - 02:11) weiterlesen...

Trump: Weiteren Angriff auf Venezuela abgesagt US-Präsident Donald Trump hat nach eigener Aussage einen weiteren Angriff auf Venezuela abgesagt.Die USA und Venezuela arbeiteten gut zusammen, insbesondere im Hinblick auf den Wiederaufbau der Öl- und Gasinfrastruktur, sagte Trump am Freitag. (Ausland, 09.01.2026 - 11:08) weiterlesen...

USA wollen sich für Jahre Zugriff auf Venezuelas Öl sichern. Doch die Regierung in Caracas will sich nicht unter Druck setzen lassen und plant die Diversifizierung ihrer Handelsbeziehungen. Präsident Trump meldet Ansprüche auf die gewaltigen Bodenschätze an. (Ausland, 08.01.2026 - 15:16) weiterlesen...

Trump verkündet Öl-Deal mit Venezuela US-Präsident Donald Trump hat eine angebliche Einigung mit Venezuela verkündet. (Ausland, 07.01.2026 - 23:46) weiterlesen...